Gummibaum Pflege & Steckbrief
Ficus elastica · Ficus elastica
Der Gummibaum (Ficus elastica), auch Indischer Kautschukbaum genannt, stammt aus den Wäldern von Nordostindien bis Indonesien und zählt zu den pflegeleichten Zimmerpflanzen. Er mag es hell bis halbschattig ohne pralle Mittagssonne, wird gegossen, wenn die oberen 2–3 cm Erde trocken sind, und braucht mindestens 15 °C. Im Zimmer wächst er aufrecht auf 1–3 m heran, in seiner Heimat sogar über 30 m.
„Gieß mich erst, wenn die oberen 2–3 cm Erde trocken sind – ich mag nasse Füße genauso wenig wie du nasse Socken.“Dein Gummibaum
Pflege auf einen Blick
- LichtHell bis halbschattig, ohne Mittagssonne
- GießenMittel, wenn obere 2–3 cm Erde trocken sind
- PflegeLeicht
- TemperaturInnen, nicht unter 15 °C
- Gut fürAnfänger, wenig Licht, Statement-Pflanze
- HaustiereGiftig für Katzen und Hunde¹
Gummibaum-Steckbrief
- Weitere Namen
- Indischer Kautschukbaum, Ficus Robusta, Rubber Tree, Rubber Fig, Rubber Plant
- Herkunft
- Nordostindien (Assam) bis Indonesien (Sumatra, Java), außerdem Nepal, Bhutan, Myanmar, Südchina und Malaysia
- Wuchs
- Aufrecht, immergrün
- Endhöhe
- Als Zimmerpflanze meist 1–3 m, in der Natur bis über 30 m
- Temperatur
- Nicht winterhart, mindestens 15 °C
- Erde
- Durchlässig, nährstoffreich, pH 6–7
- Lebensdauer
- Mehrjährig
- Giftigkeit
- Giftig für Katzen und Hunde, leicht giftig für Menschen¹
Mit etwas Platz wächst er dir locker über den Kopf.
So kommt sie bei uns an

30 cmTopf 12 cm · 2 Größen 
35 cmTopf 12 cm · 7 Größen 
100 cmTopf 27 cm · 3 Größen
Der richtige Standort für den Gummibaum
In seiner Heimat wächst der Gummibaum unter dem lichten Blätterdach tropischer Wälder. Im Zimmer passt deshalb ein heller bis halbschattiger Platz am besten, etwa 2–3 m von einem Südfenster entfernt oder direkt an einem Ost- oder Westfenster. Direkte Mittagssonne verträgt er nicht gut, dann können die Blätter Schaden nehmen.
- Volle Sonne
- Hell
- Halbschatten (passt)
- Schatten
Normale Raumtemperatur passt ihm gut, unter 15 °C sollte es nicht werden. Zugluft und kalte Fensterbänke meidet er im Winter am besten, da sonst schnell Blätter abfallen.
Gummibaum gießen und düngen
Gieß deinen Gummibaum mäßig, sobald die oberen 2–3 cm Erde angetrocknet sind, das ist meist alle 7–10 Tage der Fall. Im Winter reicht deutlich selteneres Gießen. Staunässe im Topf solltest du unbedingt vermeiden, denn sie führt schnell zu Wurzelfäule.
Fingerprobe statt KalenderSteck einen Finger in die Erde. Fühlen sich die oberen Zentimeter trocken an, ist Gießzeit. Ist die Erde noch feucht, wartest du besser noch ein paar Tage.
Gedüngt wird von März bis September alle 4 Wochen mit einem Grünpflanzendünger in halber bis normaler Konzentration. Im Winter pausierst du das Düngen komplett.
Gummibaum umtopfen und schneiden
Umgetopft wird alle 1–2 Jahre im Frühjahr, sobald der Topf gut durchwurzelt ist. Nimm dafür einen nur wenig größeren Topf mit Abzugsloch und durchlässige, nährstoffreiche Erde. Ein Formschnitt ist im Frühjahr möglich; tupfe austretenden Milchsaft an den Schnittstellen am besten mit Wasser ab.
Der Gummibaum im Winter
Als Zimmerpflanze bleibt der Gummibaum das ganze Jahr drinnen. Im Winter hältst du ihn bei etwa 16 °C und gießt seltener, da er dann langsamer wächst. Unter 15 °C sollte es dauerhaft nicht werden, unter 10 °C drohen Schäden. Zugluft und kalte Fensterbänke meidest du am besten ganz.
Gummibaum vermehren
Am einfachsten gelingt die Vermehrung über Kopfstecklinge, am besten im Frühjahr oder Sommer. Die Kurzfassung:
- Steckling schneidenSchneide einen Kopfsteckling mit ein paar Blättern ab.
- Bewurzeln lassenStell ihn in ein Glas Wasser oder in feuchte Anzuchterde an einen hellen Platz ohne pralle Sonne.
- EintopfenHaben sich kräftige Wurzeln gebildet, setzt du ihn in durchlässige Erde und gießt ihn an.
Alternativ gelingt die Vermehrung auch über Luftableger mit der Moosmethode direkt am Stamm.
Häufige Probleme und was hilft
Braune oder gelbe Blattränder
UrsacheZu trockene Luft, ein zu kalter Standort oder unregelmäßiges Gießen.
Das hilftLuftfeuchtigkeit erhöhen, etwa durch Besprühen, Zugluft und kalte Fensterbänke vermeiden, gleichmäßig gießen.
Blattfall bei den unteren Blättern
UrsacheStandortwechsel, Lichtmangel, Staunässe oder ein Kälteschock.
Das hilftEinen stabilen, hellen Standort beibehalten, weniger gießen und auf durchlässiges Substrat achten.
Wurzelfäule
UrsacheStaunässe durch Übergießen oder fehlenden Wasserabzug.
Das hilftTopf mit Abzugsloch nutzen, überschüssiges Wasser im Untersetzer entfernen, befallene Wurzeln beim Umtopfen zurückschneiden.
Klebrige Beläge auf den Blättern
UrsacheBefall mit Schildläusen oder Wollläusen.
Das hilftSchädlinge mit feuchtem Tuch oder Alkohol entfernen, bei starkem Befall ein Insektizid auf Ölbasis anwenden. Mehr dazu: Wollläuse bekämpfen.
Pflegekalender
Ist der Gummibaum giftig?
Ja¹, für Katzen und Hunde gilt der Gummibaum als giftig. Giftig ist vor allem der milchige Pflanzensaft (Latex) in Blättern und Stängeln, der bei Verletzung der Pflanze austritt. Er enthält reizende Enzyme, die bei Kontakt oder Verzehr Haut und Schleimhäute reizen können. Bei Tieren zeigt sich das durch vermehrten Speichelfluss, Erbrechen und Durchfall. Beim Menschen kann der Saft Hautreizungen und bei empfindlichen Personen Kontaktallergien auslösen.
- Katzengiftig¹
- Hundegiftig¹
- Menschenleicht giftig¹
Stell die Pflanze trotzdem außer Reichweite von Kindern und Tieren, die gern an Blättern knabbern, und tupfe austretenden Milchsaft beim Schneiden am besten gleich ab.
Schon gewusst?
- Seinen Namen verdankt der Gummibaum seinem weißen Milchsaft, aus dem im 19. Jahrhundert Kautschuk gewonnen wurde – heute spielt er in der Kautschukproduktion aber keine Rolle mehr.
- In seiner natürlichen Umgebung bildet Ficus elastica Luftwurzeln und gehört zur Untergattung Urostigma, zu der auch der im Buddhismus bedeutsame Bodhibaum zählt.
- Wie bei allen Ficus-Arten benötigen die unscheinbaren Blüten zur Bestäubung eine ganz bestimmte Feigenwespenart – in Zimmerkultur blüht die Pflanze praktisch nie sichtbar.
Häufige Fragen zum Gummibaum
Ist der Gummibaum giftig für Katzen?
Ja¹, der Milchsaft reizt Haut und Schleimhäute und kann bei Katzen zu Speicheln, Erbrechen und Reizungen im Maul- und Rachenraum führen. Stell ihn außer Reichweite deiner Tiere.
Wie oft muss ich den Gummibaum gießen?
Meist alle 7–10 Tage, sobald die oberen 2–3 cm Erde trocken sind. Im Winter reicht deutlich seltener gießen.
Wie groß wird ein Gummibaum im Zimmer?
Als Zimmerpflanze meist 1–3 m. In seiner Heimat von Indien bis Indonesien wächst er sogar über 30 m hoch.
Wie überwintert man den Gummibaum richtig?
Du hältst ihn ganzjährig bei mindestens 15–18 °C, im Winter etwas kühler bei etwa 16 °C und gießt seltener. Unter 10 °C drohen Schäden.
Warum bekommt mein Gummibaum braune Blätter?
Braune, trockene Ränder kommen meist von zu trockener Luft, Zugluft oder einem zu kalten Standort. Auch unregelmäßiges Gießen kann die Ursache sein.
Verträgt der Gummibaum pralle Sonne?
Nein, direkte Mittagssonne sollte er nicht bekommen, sonst können die Blätter Schaden nehmen. Ein heller bis halbschattiger Platz passt am besten.
Auch interessant
Quellen: Royal Botanic Gardens, Kew (Natürliches Verbreitungsgebiet) · Missouri Botanical Garden (Herkunft, Wuchshöhe, Standortansprüche) · toxipets.com (Giftigkeit für Hunde und Katzen, Inhaltsstoffe) · bulbsociety.org (Giftigkeit, Wirkmechanismus Milchsaft)
¹ Alle Angaben zu Eigenschaften, Pflege und Giftigkeit nach bestem Wissen und Gewissen, jedoch ohne Gewähr (Quelle u. a. ASPCA). Leben Kinder oder Haustiere bei dir, informiere dich im Zweifel zusätzlich, z. B. bei deiner Tierarztpraxis.






