Orchideen

Orchideen Pflege & Steckbrief

Phalaenopsis · Schmetterlingsorchidee (Phalaenopsis)

Zuletzt geprüft: Oktober 2026

Die Schmetterlingsorchidee (Phalaenopsis), auch Falterorchidee genannt, stammt aus den Wäldern Südostasiens, vor allem Indonesiens und der Philippinen, wo sie epiphytisch auf Bäumen wächst, und zählt zu den pflegeleichten Zimmerpflanzen. Sie mag einen hellen Platz ohne direkte Mittagssonne, wird nur etwa einmal pro Woche gegossen und sollte dauerhaft nicht unter 15 °C stehen. Mit Blütenstiel wird sie 30–70 cm hoch und kann fast das ganze Jahr über blühen.

„Ich blühe quasi ganzjährig, aber bitte kein Wasser in mein Blattzentrum und nur einmal pro Woche gießen – sonst faulen meine Wurzeln vor Langeweile.“Deine Schmetterlingsorchidee

Pflege auf einen Blick

  • LichtHell, ohne direkte Mittagssonne
  • GießenMittel, etwa 1x pro Woche tauchen
  • PflegeLeicht
  • TemperaturInnen, nicht unter 15 °C
  • Gut fürAnfänger, wenig Licht, Haushalt mit Katze oder Hund
  • HaustiereGilt als ungiftig für Katzen und Hunde¹

Schmetterlingsorchidee-Steckbrief

PhalaenopsisOrchidaceae (Orchideengewächse)
Weitere Namen
Malaienblume, Falterorchidee, Nachtfalterorchidee, Phalaenopsis
Herkunft
Südostasien, insbesondere Indonesien und die Philippinen, sowie Teile Australiens und Ozeaniens
Wuchs
Aufrecht, immergrün
Endhöhe
30–70 cm inkl. Blütenstiel, je nach Sorte und Topfgröße
Temperatur
Nicht winterhart, dauerhaft nicht unter 15 °C, ideal 20–25 °C
Erde
Spezielles grobes Orchideensubstrat mit sehr guter Drainage, kein normales Blumenerde-Substrat
Blütezeit
Ganzjährig möglich
Lebensdauer
Mehrjährig
Giftigkeit
Gilt als ungiftig für Katzen und Hunde, für Menschen nicht ausreichend untersucht¹

Reicht dir etwa bis zur Hüfte oder zum Fensterbrett.

So kommt sie bei uns an

  • Schmetterlingsorchidee – Phalaenopsis amabilis
    Schmetterlingsorchidee · 10 Größen
  • Schmetterlingsorchidee – Phalaenopsis
    Ø 12 cm · 2 Größen
  • Schmetterlingsorchidee ‚Nazaré' – Phalaenopsis
    Schmetterlingsorchidee ‚Nazaré' · 4 Größen

Orchideen-Arten im Überblick

Unter dem deutschen Namen „Orchidee“ wird im Handel vor allem die Schmetterlingsorchidee angeboten. Eine beliebte, etwas kompaktere Art ist Phalaenopsis amabilis mit kürzerer Blütezeit im Winterhalbjahr.

ArtHöheBlüte/WuchsWinterhärte/Licht
Schmetterlingsorchidee (Phalaenopsis)30–70 cm inkl. BlütenstielGanzjährig, aufrechtNicht winterhart, Halbschatten
Schmetterlingsorchidee (Phalaenopsis amabilis)30–50 cmNovember bis April, aufrechtNicht winterhart, Halbschatten

Der richtige Standort für die Schmetterlingsorchidee

In ihrer Heimat wächst die Schmetterlingsorchidee epiphytisch auf Bäumen, geschützt durch das lichte Blätterdach. Im Zimmer passt deshalb ein heller Platz ohne direkte Mittagssonne am besten, zum Beispiel ein Ost- oder Westfenster. Ein Südfenster funktioniert nur mit Schattierung, da pralle Sonne die Blätter verbrennen kann.

  • Volle Sonne
  • Hell
  • Halbschatten (passt)
  • Schatten

Ganzjährig sollte es gleichmäßig warm sein, bei Tagestemperaturen von 20–25 °C. Dauerhaft unter 15 °C sollte die Temperatur nicht fallen. Wichtig ist außerdem spezielles grobes Orchideensubstrat aus Rindenstücken, Perlite und Sphagnum-Anteilen statt normaler Blumenerde, damit die Wurzeln genug Luft bekommen.

Schmetterlingsorchidee gießen und düngen

Etwa einmal pro Woche wird getaucht oder gegossen, dazwischen darf das Substrat leicht antrocknen. Staunässe und Wasser im Blattzentrum solltest du unbedingt vermeiden, denn beides führt schnell zu Fäulnis. Im Winter wird seltener gegossen.

Tauchbad statt GießkanneTauche den Topf für ein paar Minuten in handwarmes Wasser und lass ihn danach gut abtropfen. So verteilt sich das Wasser gleichmäßig im groben Substrat, ohne dass sich Wasser im Blattzentrum sammelt.

Gedüngt wird von März bis September alle 2–4 Wochen mit speziellem Orchideendünger in halber Konzentration. Im Winter wird die Düngung reduziert oder ganz ausgesetzt.

Schmetterlingsorchidee umtopfen und schneiden

Umgetopft wird alle 2 Jahre oder sobald das Substrat zerfällt, am besten im Frühjahr nach der Blüte. Verwende dafür wieder grobes Orchideensubstrat und einen durchsichtigen Topf mit guter Drainage. Verblühte Blütenstiele schneidest du oberhalb eines Knotens zurück, denn daraus können neue Triebe und Blüten entstehen.

Die Schmetterlingsorchidee im Winter

Als reine Zimmerpflanze bleibt die Schmetterlingsorchidee das ganze Jahr drinnen, eine Winterruhe im Freien ist nicht nötig. Eine 3–4-wöchige kühlere Phase bei 13–16 °C im Spätherbst kann die Blütenbildung fördern. Dauerhaft sollten die Temperaturen aber nicht unter 15 °C fallen.

Schmetterlingsorchidee vermehren

Im Hobbybereich gelingt die Vermehrung am ehesten über Kindel, also kleine Jungpflanzen, die an Blütenstielen entstehen können.

  1. Kindel abwartenLass das Kindel am Blütenstiel wachsen, bis es eigene Wurzeln von ein paar Zentimetern gebildet hat.
  2. AbtrennenSchneide das Kindel mit einer sauberen Schere vorsichtig vom Blütenstiel ab.
  3. EintopfenSetze es in feines Orchideensubstrat und halte es hell und gleichmäßig feucht.

Wie du Luftwurzeln, welke Blätter und den Blütenstiel richtig behandelst, zeigt unser Ratgeber Orchideen schneiden: Blütenstiel, Luftwurzeln und welke Blätter. Details zum Tauchbad und zur richtigen Wassermenge findest du außerdem in unserem Ratgeber Orchideen gießen: Tauchbad, Menge und wie oft.

Häufige Probleme und was hilft

Gelbe, welke Blätter

UrsacheMeist Überwässerung oder Staunässe im Substrat, die Wurzelfäule verursacht.

Das hilftSubstrat auf Fäulnis prüfen, faule Wurzeln entfernen, in frisches Orchideensubstrat umtopfen und den Gießrhythmus reduzieren.

Keine neuen Blüten

UrsacheZu konstante Temperaturen ohne Tag-Nacht-Unterschied oder zu wenig Licht.

Das hilftFür einige Wochen einen kühleren Nachtbereich von etwa 16 °C und einen helleren Standort ermöglichen.

Runzelige Blätter

UrsacheWassermangel in den Wurzeln, oft durch zu lange Trockenperioden oder beschädigte Wurzeln.

Das hilftGießintervall verkürzen, Wurzeln auf Schäden prüfen und bei Bedarf umtopfen.

Welke Blütenstiele vor dem Verblühen

UrsacheZugluft, starke Temperaturschwankungen oder direkte Heizungsluft.

Das hilftStandort ohne Zugluft und direkten Heizungskontakt wählen, gleichmäßige Temperatur sicherstellen.

Pflegekalender

Umtopfen: März bis Mai
Düngen: März bis September
Blüte möglich: ganzjährig
Kühlere Phase für Blühinduktion: Oktober bis November

Ist die Schmetterlingsorchidee giftig?

Laut ASPCA gilt die Schmetterlingsorchidee als ungiftig¹ für Katzen und Hunde. Es sind keine giftigen Pflanzenteile bekannt. Werden größere Mengen Pflanzenmaterial gefressen, kann es trotzdem zu leichtem Erbrechen oder Magen-Darm-Beschwerden kommen, da jedes Pflanzenmaterial mechanisch reizen kann. Für Menschen liegen keine ausreichend belegten Angaben vor.

  • Katzengilt als ungiftig¹
  • Hundegilt als ungiftig¹
  • Menschennicht ausreichend untersucht¹

Trotz der günstigen Einstufung solltest du größeres Knabbern an Blättern oder Blüten lieber vermeiden, vor allem bei neugierigen Katzen oder Hunden.

Schon gewusst?

  • Der Gattungsname Phalaenopsis leitet sich vom griechischen Wort für Nachtfalter ab und bezieht sich auf die Ähnlichkeit der Blüten mit Mottenflügeln.
  • Die Gattung wurde 1825 vom Botaniker Carl Ludwig Blume beschrieben, der in den Royal Botanic Gardens auf Java arbeitete.
  • Die Gattung umfasst nach aktueller Zählung rund 70 natürlich vorkommende Arten, aus denen durch Züchtung zehntausende Hybriden entstanden sind.

Häufige Fragen zur Schmetterlingsorchidee

Ist die Schmetterlingsorchidee giftig für Katzen?

Nein, laut ASPCA gilt Phalaenopsis als ungiftig für Katzen und Hunde¹. Beim Knabbern können trotzdem leichtes Erbrechen oder Magenverstimmung auftreten.

Wie oft muss man eine Phalaenopsis gießen?

Einmal pro Woche gießen oder tauchen reicht meist. Das Substrat sollte dazwischen leicht antrocknen, Staunässe ist zu vermeiden.

Wie groß wird eine Schmetterlingsorchidee?

Mit Blütenstiel wird sie je nach Sorte und Topfgröße 30–70 cm hoch.

Ist die Phalaenopsis winterhart?

Nein, sie ist nicht winterhart und wird ausschließlich als Zimmerpflanze kultiviert. Dauerhaft unter 15 °C sollte es nicht werden.

Warum bekommt meine Orchidee gelbe Blätter?

Meist liegt die Ursache in zu häufigem Gießen und Staunässe, die zu Wurzelfäule führt. Wurzeln kontrollieren, faule Teile entfernen und Gießrhythmus anpassen.

Wie bringe ich meine Orchidee wieder zum Blühen?

Ein kühlerer Nachtbereich von etwa 16 °C über einige Wochen im Herbst kann die Blütenbildung anregen. Der Standort sollte zusätzlich hell, aber ohne pralle Mittagssonne sein.

Auch interessant

Quellen: ASPCA (Giftigkeit für Katzen, Hunde und Pferde) · orchidsinfo.eu (Mindesttemperatur, Idealtemperatur, Entdeckungsgeschichte) · diegruenewelt.de (Standort- und Temperaturangaben, Herkunft, weitere Namen) · orchideen-klusmann.de (Herkunft Südostasien, Wuchsform als Epiphyt, allgemeine Pflegehinweise)

¹ Alle Angaben zu Eigenschaften, Pflege und Giftigkeit nach bestem Wissen und Gewissen, jedoch ohne Gewähr (Quelle u. a. ASPCA). Leben Kinder oder Haustiere bei dir, informiere dich im Zweifel zusätzlich, z. B. bei deiner Tierarztpraxis.

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