Einblatt

Einblatt Pflege & Steckbrief

Spathiphyllum wallisii · Spathiphyllum, Friedenslilie

Zuletzt geprüft: Oktober 2026

Das Einblatt (Spathiphyllum wallisii), auch Friedenslilie genannt, ist eine blühende Zimmerpflanze aus den tropischen Regenwäldern Kolumbiens und Venezuelas und eine der beliebtesten pflegeleichten Zimmerpflanzen. Es mag es halbschattig bis schattig, wird gegossen, sobald die oberste Erdschicht angetrocknet ist, und braucht mindestens 15 °C. Je nach Sorte wird es 30–60 cm hoch und zeigt von März bis Juni seine weißen Hochblätter.

„Lass mich nicht austrocknen – hängen meine Blätter erst mal schlapp runter, reicht ein ordentlicher Schluck Wasser und ich steh in Stunden wieder gerade da.“Dein Einblatt

Pflege auf einen Blick

  • LichtHalbschattig bis schattig
  • GießenMittel, oberste 1–2 cm antrocknen lassen
  • PflegeLeicht
  • TemperaturInnen, nicht unter 15 °C
  • Gut fürAnfänger, wenig Licht, hohe Luftfeuchte
  • HaustiereGiftig für Katzen und Hunde¹

Einblatt-Steckbrief

Spathiphyllum wallisiiAronstabgewächse (Araceae)
Weitere Namen
Peace Lily, Friedenslilie, Blattfahne, Scheidenblatt
Herkunft
Tropische Regenwälder Kolumbiens und Venezuelas
Wuchs
Aufrecht, buschig, immergrün
Endhöhe
30–60 cm je nach Sorte, einzelne Sorten bis ca. 1 m
Temperatur
Nicht winterhart, mindestens 15 °C
Erde
Lockeres, durchlässiges Substrat mit guter Wasserspeicherung
Blütezeit
März bis Juni
Lebensdauer
Mehrjährig
Giftigkeit
Giftig für Katzen und Hunde, leicht giftig für Menschen¹

Reicht dir etwa bis zum Knie – ideal für Schreibtisch oder Regal.

So kommt sie bei uns an

  • Einblatt ‚Bingo Cupido' – Spathiphyllum
    45 cmTopf 12 cm · 2 Größen
  • Einblatt ‚Diamond' – Spathiphyllum wallisii
    Einblatt ‚Diamond'
  • Einblatt ‚Vivaldi' – Spathiphyllum
    Einblatt ‚Vivaldi' · 2 Größen

Einblatt-Arten im Überblick

Unter „Einblatt“ findest du sowohl die ursprüngliche Art als auch größere Hybriden. Beide teilen die gleichen Grundbedürfnisse, unterscheiden sich aber in Größe und Blütezeit.

ArtHöheBlüte/WuchsWinterhärte/Licht
Einblatt (S. wallisii)30–60 cmMärz bis Juni, aufrecht, buschigNicht winterhart, Halbschatten bis Schatten
Einblatt-Hybriden (Spathiphyllum)30–80 cm, großblättrige Hybriden auch höherJuni bis September, aufrecht, buschigNicht winterhart, Halbschatten bis Schatten

Der richtige Standort für das Einblatt

In seiner Heimat wächst das Einblatt am schattigen Boden tropischer Wälder. Im Zimmer passt deshalb ein heller bis halbschattiger Platz ohne direkte Mittagssonne, zum Beispiel 1–2 m von einem Ost- oder Westfenster entfernt. Zugluft und Standorte direkt am Heizkörper verträgt es nicht gut, da es gern hohe Luftfeuchte hat.

  • Volle Sonne
  • Hell
  • Halbschatten (passt)
  • Schatten (passt)

Als Substrat eignet sich eine lockere, durchlässige Zimmerpflanzenerde mit guter Wasserspeicherung, zum Beispiel mit etwas Perlite angereichert. Unter 15 °C sollte es dauerhaft nicht stehen.

Einblatt gießen und düngen

Halte die Erde gleichmäßig leicht feucht und lass nur die obersten 1–2 cm zwischen den Wassergaben antrocknen. Im Sommer gießt du dafür meist 1–2 Mal pro Woche, im Winter seltener. Hängende Blätter sind ein typisches Zeichen für Wassermangel.

Schlappe Blätter? Kein Grund zur SorgeGründlich gießen hilft meist sofort – die Pflanze steht innerhalb weniger Stunden wieder gerade.

Gedüngt wird von April bis September etwa alle 2–4 Wochen mit verdünntem Flüssigdünger für Grünpflanzen. Von Oktober bis März pausierst du das Düngen oder gibst nur sehr sparsam.

Einblatt umtopfen und schneiden

Alle 1–2 Jahre im Frühjahr topfst du das Einblatt um, sobald der Topf durchwurzelt ist – nimm dabei ein nur wenig größeres Gefäß mit Abzugsloch. Verwelkte Blütenstände und braune Blattspitzen schneidest du bodennah mit einer sauberen Schere ab.

Das Einblatt im Winter

Als tropische Pflanze bleibt das Einblatt ganzjährig drinnen und sollte nie unter 15 °C stehen, Temperaturen unter 12 °C schädigen es. Etwas kühler und dunkler stellen ist im Winter möglich, gegossen wird dann seltener. Kälte unter 10 °C solltest du in jedem Fall vermeiden.

Einblatt vermehren

Am einfachsten gelingt die Vermehrung durch Teilung beim Umtopfen im Frühjahr:

  1. Pflanze aus dem Topf nehmenLöse den Wurzelballen vorsichtig und entferne lose Erde.
  2. TeilenTeile den Ballen so, dass jedes Teilstück Wurzeln und mehrere Blätter hat.
  3. EintopfenSetze jedes Teilstück in frische, lockere Zimmerpflanzenerde und gieß es an.

Häufige Probleme und was hilft

Braune Blattspitzen

UrsacheZu trockene Raumluft, Staunässe oder kalkhaltiges Gießwasser.

Das hilftLuftfeuchte durch Besprühen oder Luftbefeuchter erhöhen, mit kalkarmem Wasser gießen und Staunässe vermeiden.

Hängende, welke Blätter

UrsacheWassermangel oder ausgetrocknete Wurzeln.

Das hilftGründlich gießen – die Pflanze erholt sich meist innerhalb weniger Stunden.

Gelbe Blätter

UrsacheÜberwässerung, Staunässe oder ein zu kalter Standort.

Das hilftGießmenge reduzieren, auf Abzugslöcher und lockeres Substrat achten, wärmeren Standort wählen.

Keine Blüten

UrsacheZu dunkler Standort oder Nährstoffmangel.

Das hilftEinen etwas helleren Platz wählen und in der Wachstumsphase regelmäßig düngen.

Pflegekalender

Blüte: März bis Juni
Umtopfen & Schnitt: März bis April
Düngen: April bis September
Winterruhe, weniger gießen: November bis Februar

Ist das Einblatt giftig?

Ja¹. Laut ASPCA gilt das Einblatt als giftig für Katzen und Hunde, für Menschen gilt es als leicht giftig¹. Alle Pflanzenteile – Blätter, Stängel und Blüten – enthalten unlösliche Calciumoxalat-Kristalle. Beim Kauen oder Beißen werden sie freigesetzt und reizen Mund und Rachen mechanisch: mögliche Folgen sind Brennen, Schwellung, vermehrter Speichelfluss, Erbrechen und Schluckbeschwerden.

  • Katzengiftig¹
  • Hundegiftig¹
  • Menschenleicht giftig¹

Schwere Vergiftungen sind selten, trotzdem solltest du das Einblatt außer Reichweite von Kindern und knabberfreudigen Haustieren aufstellen.

Schon gewusst?

  • Spathiphyllum wallisii wurde 1877 erstmals beschrieben und nach dem deutschen Pflanzensammler Gustav Wallis benannt.
  • Die weißen „Blüten“ des Einblatts sind botanisch gesehen Hochblätter (Spatha), die den eigentlichen, unscheinbaren Blütenstand (Spadix) umgeben.
  • In einer Laborstudie der NASA aus dem Jahr 1989 zählte Spathiphyllum zu den Pflanzen, die unter kontrollierten Bedingungen Schadstoffe wie Formaldehyd abbauten – eine Übertragung auf die Raumluft im Alltag ist wissenschaftlich allerdings nicht belegt.

Häufige Fragen zum Einblatt

Ist das Einblatt giftig für Katzen?

Ja¹, das Einblatt enthält Calciumoxalat-Kristalle, die beim Kauen Reizungen im Maul, Speichelfluss und Erbrechen auslösen können. Stell es außerhalb der Reichweite deiner Katze auf.

Warum hängen die Blätter meines Einblatts?

Meist liegt es an Wassermangel. Gründlich gießen hilft, die Pflanze erholt sich meist innerhalb weniger Stunden.

Wie groß wird ein Einblatt?

Je nach Sorte 30–60 cm, einzelne Sorten und Hybriden werden bis zu 1 m hoch.

Welche Temperatur verträgt das Einblatt im Winter?

Es sollte ganzjährig über 15 °C stehen und verträgt dauerhaft keine Temperaturen unter 12 °C. Zugluft und kalte Fensterbänke solltest du im Winter vermeiden.

Warum bekommt mein Einblatt braune Blattspitzen?

Meist durch zu trockene Raumluft, Staunässe oder kalkhaltiges Gießwasser. Höhere Luftfeuchte und kalkarmes Wasser beugen vor.

Warum blüht mein Einblatt nicht?

Meist wegen zu dunklem Standort oder fehlendem Dünger. Stell es heller und dünge von April bis September alle 2–4 Wochen.

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  • Strelitzie Pflege · eine weitere pflegeleichte Zimmerpflanze mit Licht- und Gießtipps

Quellen: ASPCA (Giftigkeit für Katzen und Hunde) · gd.eppo.int (Herkunft Kolumbien, Venezuela) · plantsam.com (Mindesttemperatur 15 °C) · monaconatureencyclopedia.com (Herkunft, natürlicher Standort)

¹ Alle Angaben zu Eigenschaften, Pflege und Giftigkeit nach bestem Wissen und Gewissen, jedoch ohne Gewähr (Quelle u. a. ASPCA). Leben Kinder oder Haustiere bei dir, informiere dich im Zweifel zusätzlich, z. B. bei deiner Tierarztpraxis.

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