Einblatt Pflege & Steckbrief
Spathiphyllum wallisii · Spathiphyllum, Friedenslilie
Das Einblatt (Spathiphyllum wallisii), auch Friedenslilie genannt, ist eine blühende Zimmerpflanze aus den tropischen Regenwäldern Kolumbiens und Venezuelas und eine der beliebtesten pflegeleichten Zimmerpflanzen. Es mag es halbschattig bis schattig, wird gegossen, sobald die oberste Erdschicht angetrocknet ist, und braucht mindestens 15 °C. Je nach Sorte wird es 30–60 cm hoch und zeigt von März bis Juni seine weißen Hochblätter.
„Lass mich nicht austrocknen – hängen meine Blätter erst mal schlapp runter, reicht ein ordentlicher Schluck Wasser und ich steh in Stunden wieder gerade da.“Dein Einblatt
Pflege auf einen Blick
- LichtHalbschattig bis schattig
- GießenMittel, oberste 1–2 cm antrocknen lassen
- PflegeLeicht
- TemperaturInnen, nicht unter 15 °C
- Gut fürAnfänger, wenig Licht, hohe Luftfeuchte
- HaustiereGiftig für Katzen und Hunde¹
Einblatt-Steckbrief
- Weitere Namen
- Peace Lily, Friedenslilie, Blattfahne, Scheidenblatt
- Herkunft
- Tropische Regenwälder Kolumbiens und Venezuelas
- Wuchs
- Aufrecht, buschig, immergrün
- Endhöhe
- 30–60 cm je nach Sorte, einzelne Sorten bis ca. 1 m
- Temperatur
- Nicht winterhart, mindestens 15 °C
- Erde
- Lockeres, durchlässiges Substrat mit guter Wasserspeicherung
- Blütezeit
- März bis Juni
- Lebensdauer
- Mehrjährig
- Giftigkeit
- Giftig für Katzen und Hunde, leicht giftig für Menschen¹
Reicht dir etwa bis zum Knie – ideal für Schreibtisch oder Regal.
So kommt sie bei uns an

45 cmTopf 12 cm · 2 Größen 
Einblatt ‚Diamond' 
Einblatt ‚Vivaldi' · 2 Größen
Einblatt-Arten im Überblick
Unter „Einblatt“ findest du sowohl die ursprüngliche Art als auch größere Hybriden. Beide teilen die gleichen Grundbedürfnisse, unterscheiden sich aber in Größe und Blütezeit.
| Art | Höhe | Blüte/Wuchs | Winterhärte/Licht |
|---|---|---|---|
| Einblatt (S. wallisii) | 30–60 cm | März bis Juni, aufrecht, buschig | Nicht winterhart, Halbschatten bis Schatten |
| Einblatt-Hybriden (Spathiphyllum) | 30–80 cm, großblättrige Hybriden auch höher | Juni bis September, aufrecht, buschig | Nicht winterhart, Halbschatten bis Schatten |
Der richtige Standort für das Einblatt
In seiner Heimat wächst das Einblatt am schattigen Boden tropischer Wälder. Im Zimmer passt deshalb ein heller bis halbschattiger Platz ohne direkte Mittagssonne, zum Beispiel 1–2 m von einem Ost- oder Westfenster entfernt. Zugluft und Standorte direkt am Heizkörper verträgt es nicht gut, da es gern hohe Luftfeuchte hat.
- Volle Sonne
- Hell
- Halbschatten (passt)
- Schatten (passt)
Als Substrat eignet sich eine lockere, durchlässige Zimmerpflanzenerde mit guter Wasserspeicherung, zum Beispiel mit etwas Perlite angereichert. Unter 15 °C sollte es dauerhaft nicht stehen.
Einblatt gießen und düngen
Halte die Erde gleichmäßig leicht feucht und lass nur die obersten 1–2 cm zwischen den Wassergaben antrocknen. Im Sommer gießt du dafür meist 1–2 Mal pro Woche, im Winter seltener. Hängende Blätter sind ein typisches Zeichen für Wassermangel.
Schlappe Blätter? Kein Grund zur SorgeGründlich gießen hilft meist sofort – die Pflanze steht innerhalb weniger Stunden wieder gerade.
Gedüngt wird von April bis September etwa alle 2–4 Wochen mit verdünntem Flüssigdünger für Grünpflanzen. Von Oktober bis März pausierst du das Düngen oder gibst nur sehr sparsam.
Einblatt umtopfen und schneiden
Alle 1–2 Jahre im Frühjahr topfst du das Einblatt um, sobald der Topf durchwurzelt ist – nimm dabei ein nur wenig größeres Gefäß mit Abzugsloch. Verwelkte Blütenstände und braune Blattspitzen schneidest du bodennah mit einer sauberen Schere ab.
Das Einblatt im Winter
Als tropische Pflanze bleibt das Einblatt ganzjährig drinnen und sollte nie unter 15 °C stehen, Temperaturen unter 12 °C schädigen es. Etwas kühler und dunkler stellen ist im Winter möglich, gegossen wird dann seltener. Kälte unter 10 °C solltest du in jedem Fall vermeiden.
Einblatt vermehren
Am einfachsten gelingt die Vermehrung durch Teilung beim Umtopfen im Frühjahr:
- Pflanze aus dem Topf nehmenLöse den Wurzelballen vorsichtig und entferne lose Erde.
- TeilenTeile den Ballen so, dass jedes Teilstück Wurzeln und mehrere Blätter hat.
- EintopfenSetze jedes Teilstück in frische, lockere Zimmerpflanzenerde und gieß es an.
Häufige Probleme und was hilft
Braune Blattspitzen
UrsacheZu trockene Raumluft, Staunässe oder kalkhaltiges Gießwasser.
Das hilftLuftfeuchte durch Besprühen oder Luftbefeuchter erhöhen, mit kalkarmem Wasser gießen und Staunässe vermeiden.
Hängende, welke Blätter
UrsacheWassermangel oder ausgetrocknete Wurzeln.
Das hilftGründlich gießen – die Pflanze erholt sich meist innerhalb weniger Stunden.
Gelbe Blätter
UrsacheÜberwässerung, Staunässe oder ein zu kalter Standort.
Das hilftGießmenge reduzieren, auf Abzugslöcher und lockeres Substrat achten, wärmeren Standort wählen.
Keine Blüten
UrsacheZu dunkler Standort oder Nährstoffmangel.
Das hilftEinen etwas helleren Platz wählen und in der Wachstumsphase regelmäßig düngen.
Pflegekalender
Ist das Einblatt giftig?
Ja¹. Laut ASPCA gilt das Einblatt als giftig für Katzen und Hunde, für Menschen gilt es als leicht giftig¹. Alle Pflanzenteile – Blätter, Stängel und Blüten – enthalten unlösliche Calciumoxalat-Kristalle. Beim Kauen oder Beißen werden sie freigesetzt und reizen Mund und Rachen mechanisch: mögliche Folgen sind Brennen, Schwellung, vermehrter Speichelfluss, Erbrechen und Schluckbeschwerden.
- Katzengiftig¹
- Hundegiftig¹
- Menschenleicht giftig¹
Schwere Vergiftungen sind selten, trotzdem solltest du das Einblatt außer Reichweite von Kindern und knabberfreudigen Haustieren aufstellen.
Schon gewusst?
- Spathiphyllum wallisii wurde 1877 erstmals beschrieben und nach dem deutschen Pflanzensammler Gustav Wallis benannt.
- Die weißen „Blüten“ des Einblatts sind botanisch gesehen Hochblätter (Spatha), die den eigentlichen, unscheinbaren Blütenstand (Spadix) umgeben.
- In einer Laborstudie der NASA aus dem Jahr 1989 zählte Spathiphyllum zu den Pflanzen, die unter kontrollierten Bedingungen Schadstoffe wie Formaldehyd abbauten – eine Übertragung auf die Raumluft im Alltag ist wissenschaftlich allerdings nicht belegt.
Häufige Fragen zum Einblatt
Ist das Einblatt giftig für Katzen?
Ja¹, das Einblatt enthält Calciumoxalat-Kristalle, die beim Kauen Reizungen im Maul, Speichelfluss und Erbrechen auslösen können. Stell es außerhalb der Reichweite deiner Katze auf.
Warum hängen die Blätter meines Einblatts?
Meist liegt es an Wassermangel. Gründlich gießen hilft, die Pflanze erholt sich meist innerhalb weniger Stunden.
Wie groß wird ein Einblatt?
Je nach Sorte 30–60 cm, einzelne Sorten und Hybriden werden bis zu 1 m hoch.
Welche Temperatur verträgt das Einblatt im Winter?
Es sollte ganzjährig über 15 °C stehen und verträgt dauerhaft keine Temperaturen unter 12 °C. Zugluft und kalte Fensterbänke solltest du im Winter vermeiden.
Warum bekommt mein Einblatt braune Blattspitzen?
Meist durch zu trockene Raumluft, Staunässe oder kalkhaltiges Gießwasser. Höhere Luftfeuchte und kalkarmes Wasser beugen vor.
Warum blüht mein Einblatt nicht?
Meist wegen zu dunklem Standort oder fehlendem Dünger. Stell es heller und dünge von April bis September alle 2–4 Wochen.
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Quellen: ASPCA (Giftigkeit für Katzen und Hunde) · gd.eppo.int (Herkunft Kolumbien, Venezuela) · plantsam.com (Mindesttemperatur 15 °C) · monaconatureencyclopedia.com (Herkunft, natürlicher Standort)
¹ Alle Angaben zu Eigenschaften, Pflege und Giftigkeit nach bestem Wissen und Gewissen, jedoch ohne Gewähr (Quelle u. a. ASPCA). Leben Kinder oder Haustiere bei dir, informiere dich im Zweifel zusätzlich, z. B. bei deiner Tierarztpraxis.






