Drachenbaum Pflege & Steckbrief
Dracaena · Dracaena
Der Drachenbaum (Dracaena) stammt ursprünglich aus dem tropischen Afrika, einzelne Arten kommen zudem in tropischen Teilen Asiens vor, und zählt zu den pflegeleichten Zimmerpflanzen. Er mag es hell bis halbschattig ohne pralle Mittagssonne, wird erst gegossen, wenn die oberen 2–3 cm Erde angetrocknet sind, und braucht mindestens 13 °C. Als Zimmerpflanze wird er meist 1–2 m hoch und wächst aufrecht und buschig.
„Ich mag's hell, aber bitte ohne pralle Mittagssonne – und gieß mich erst, wenn die oberen 2–3 cm Erde trocken sind. Sonst fange ich an zu schmollen.“Dein Drachenbaum
Pflege auf einen Blick
- LichtHell bis halbschattig, keine pralle Mittagssonne
- GießenMittel, wenn die oberen 2–3 cm trocken sind
- PflegeLeicht
- TemperaturInnen, nicht unter 13 °C
- Gut fürAnfänger, wenig Licht, Statement-Pflanze
- HaustiereGiftig für Katzen und Hunde¹
Drachenbaum-Steckbrief
- Weitere Namen
- Dracaena, Dracaene, Corn Plant, Cornstalk Plant
- Herkunft
- Tropisches Afrika; einzelne Arten zudem in tropischen Teilen Asiens
- Wuchs
- Aufrecht, buschig, immergrün
- Endhöhe
- Als Zimmerpflanze meist 1–2 m, einzelne Arten mit Stützen auch höher ziehbar
- Temperatur
- Nicht winterhart, mindestens 13 °C
- Erde
- Durchlässige, humose Blumenerde mit guter Drainage
- Blütezeit
- März bis Mai, an Zimmerexemplaren selten
- Lebensdauer
- Mehrjährig
- Giftigkeit
- Giftig für Katzen und Hunde, für Menschen unbekannt¹
Als ausgewachsenes Exemplar reicht er dir fast bis zur Schulter.
So kommt sie bei uns an

210 cmTopf 40 cm · 4 Größen 
120 cmTopf 21 cm · 5 Größen 
80 cmTopf 24 cm · 2 Größen
Drachenbaum-Arten im Überblick
Unter dem Namen „Drachenbaum“ werden im Handel mehrere Dracaena-Arten angeboten. Sie unterscheiden sich vor allem in Blattzeichnung, Lichtbedarf und Wuchshöhe.
| Art | Höhe | Blüte/Wuchs | Winterhärte/Licht |
|---|---|---|---|
| Drachenbaum (Dracaena) | 1–2 m, mit Stützen auch höher | März bis Mai, aufrecht, buschig | Nicht winterhart, Halbschatten bis volle Sonne |
| Dracaena marginata | 100–200 cm, mit Stämmchen höher | keine Angabe, aufrecht | Nicht winterhart, Halbschatten bis volle Sonne |
| Dracaena fragrans | 1,5–2 m, am Naturstandort bis 6–15 m | März bis Mai, aufrecht, buschig | Nicht winterhart, Halbschatten bis Schatten |
Der richtige Standort für den Drachenbaum
In seiner afrikanischen Heimat wächst der Drachenbaum oft im Schutz anderer Pflanzen. Im Zimmer passt ihm deshalb ein heller bis halbschattiger Platz ohne pralle Mittagssonne, denn direkte Sonneneinstrahlung hinter Glas kann die Blätter verbrennen.
- Volle Sonne (passt)
- Hell
- Halbschatten (passt)
- Schatten
Zugluft und kalte Fensterbänke im Winter solltest du meiden. Die Erde sollte durchlässig und humos sein, mit guter Drainage, damit sich keine Staunässe bildet.
Drachenbaum gießen und düngen
Gieß deinen Drachenbaum mäßig, sobald die oberen 2–3 cm Erde angetrocknet sind. Im Winter gießt du seltener, da die Pflanze dann weniger Wasser braucht. Staunässe im Topf solltest du unbedingt vermeiden, denn sie führt zu Wurzelfäule.
Fingerprobe statt KalenderSteck einen Finger in die Erde. Sind die oberen 2–3 cm trocken, ist Gießzeit. Fühlt sich die Erde noch feucht an, wartest du lieber ein paar Tage.
Gedüngt wird von April bis September etwa alle 4 Wochen mit Grünpflanzendünger in halber Dosierung. Im Winter wird nicht gedüngt.
Drachenbaum umtopfen und schneiden
Junge Pflanzen topfst du alle 1–2 Jahre im Frühjahr um, ältere Exemplare nur bei Bedarf alle 2–3 Jahre. Vertrocknete oder zu lange Triebe kannst du im Frühjahr zurückschneiden, die Pflanze treibt aus dem Stamm dann neu aus.
Der Drachenbaum im Winter
Als Zimmerpflanze wird der Drachenbaum ganzjährig drinnen kultiviert. Temperaturen dauerhaft unter 13 °C solltest du vermeiden. Im Winter hält er sich am besten bei 16–18 °C, dabei wird deutlich weniger gegossen als im Sommer.
Drachenbaum vermehren
Die Vermehrung gelingt über Stecklinge aus Kopf- oder Stammabschnitten. Die Kurzfassung:
- Steckling schneidenSchneide einen Kopf- oder Stammabschnitt mit einer sauberen Schere ab.
- Bewurzeln lassenStell den Steckling in Wasser oder feuchtes Substrat an einen hellen Platz ohne pralle Sonne.
- EintopfenHaben sich Wurzeln gebildet, setzt du den Steckling in durchlässige Blumenerde.
Häufige Probleme und was hilft
Braune Blattspitzen
UrsacheZu trockene Raumluft, Staunässe oder Fluorid bzw. Chlor im Leitungswasser.
Das hilftMit kalkarmem, abgestandenem Wasser gießen, Luftfeuchtigkeit erhöhen und die Drainage im Topf prüfen.
Gelbe, welke untere Blätter
UrsacheNormaler Alterungsprozess oder Überwässerung.
Das hilftEinzelne gelbe Blätter entfernen, bei mehreren Gießverhalten und Topfdrainage prüfen.
Schildläuse oder Spinnmilben
UrsacheZu trockene, warme Raumluft begünstigt den Befall.
Das hilftPflanze regelmäßig kontrollieren, befallene Stellen mit feuchtem Tuch abwischen, bei starkem Befall mit Schmierseifenlösung behandeln. Mehr dazu: Spinnmilben bekämpfen.
Pflegekalender
Ist der Drachenbaum giftig?
Für Katzen und Hunde ja¹. Laut ASPCA gilt der Drachenbaum als giftig für beide Tierarten. Blätter, Stängel und Wurzeln enthalten Saponine. Nach der Aufnahme können Erbrechen (gelegentlich mit Blut), Teilnahmslosigkeit, Appetitlosigkeit, vermehrter Speichelfluss und bei Katzen erweiterte Pupillen auftreten. Für Menschen ist die Giftigkeit nicht eindeutig geklärt.
- Katzengiftig¹
- Hundegiftig¹
- Menschenunklar, mit Vorsicht behandeln¹
Stell die Pflanze sicherheitshalber außer Reichweite von Kindern und Haustieren, die gern an Blättern knabbern.
Schon gewusst?
- Der Gattungsname Dracaena leitet sich vom griechischen Wort für „weibliche Drachin“ ab, benannt nach dem drachenblutähnlichen roten Harz mancher Arten.
- Die meisten im Zimmerhandel verbreiteten Sorten gehen auf Arten wie Dracaena fragrans oder Dracaena marginata zurück und unterscheiden sich vor allem in Blattzeichnung und -farbe.
- Blüten erscheinen an Zimmerexemplaren nur selten; in der Natur duften sie stark und werden unter anderem in der Parfümindustrie als Duftnote verwendet.
Häufige Fragen zum Drachenbaum
Ist der Drachenbaum giftig für Katzen?
Ja, Dracaena-Arten gelten laut ASPCA als giftig für Katzen¹. Die enthaltenen Saponine können Erbrechen, Speichelfluss und bei Katzen erweiterte Pupillen auslösen. Die Pflanze sollte daher außerhalb der Reichweite von Katzen stehen.
Ist der Drachenbaum giftig für Hunde?
Ja, der Drachenbaum ist laut ASPCA auch für Hunde giftig¹. Nach dem Fressen von Blättern können Erbrechen, Appetitlosigkeit und Mattigkeit auftreten. Bei Verdacht auf Verzehr sollte ein Tierarzt kontaktiert werden.
Wie oft muss ich den Drachenbaum gießen?
Mäßig, etwa einmal pro Woche im Sommer und seltener im Winter. Gegossen wird, wenn die oberen 2–3 cm Erde angetrocknet sind.
Kann der Drachenbaum draußen überwintern?
Nein, der Drachenbaum ist nicht winterhart und verträgt dauerhaft keine Temperaturen unter etwa 13 °C. Er wird ganzjährig als Zimmer- oder Kübelpflanze gehalten.
Warum bekommt mein Drachenbaum braune Blattspitzen?
Meist liegt es an trockener Raumluft, kalkhaltigem Leitungswasser oder Staunässe im Topf. Abhilfe schaffen regelmäßiges Besprühen, abgestandenes Gießwasser und eine gute Drainage.
Verträgt der Drachenbaum pralle Sonne?
Nur bedingt: Direkte Mittagssonne hinter Glas kann die Blätter verbrennen. Besser geeignet ist ein heller Standort mit indirektem Licht oder leichtem Halbschatten.
Auch interessant
Quellen: ASPCA (Giftigkeit für Katzen und Hunde) · NC State Extension (Giftigkeit, allgemeine Gattungsmerkmale) · Missouri Botanical Garden (Herkunft, Wuchshöhe, Blütemerkmale)
¹ Alle Angaben zu Eigenschaften, Pflege und Giftigkeit nach bestem Wissen und Gewissen, jedoch ohne Gewähr (Quelle u. a. ASPCA). Leben Kinder oder Haustiere bei dir, informiere dich im Zweifel zusätzlich, z. B. bei deiner Tierarztpraxis.






