Zierlauch

Zierlauch Pflege & Steckbrief

Allium (Gattung, z. B. Allium giganteum, A. aflatunense, A. hollandicum) · Allium, Kugellauch

Zuletzt geprüft: Oktober 2026

Zierlauch (Allium), auch Kugellauch genannt, stammt aus Zentral- und Vorderasien und zählt zu den robustesten winterharten Pflanzen im Beet. Er braucht volle Sonne, kommt mit wenig Wasser aus und ist bis etwa −25 °C winterhart. Je nach Sorte wird er 20–150 cm hoch und zeigt von Mai bis Juli seine auffälligen Blütenkugeln.

„Ich brauche volle Sonne und fast kein Wasser – nach dem Pflanzen einmal gießen, dann erledigt der Regen den Rest. Staunässe mag ich gar nicht.“Dein Zierlauch

Pflege auf einen Blick

  • LichtVolle Sonne
  • GießenGering, nach dem Pflanzen nur noch bei Trockenheit
  • PflegeLeicht
  • WinterhärteBis ca. −25 °C
  • BlüteMai bis Juli, bei Insekten beliebt
  • HaustiereGiftig für Katzen und Hunde¹

Zierlauch-Steckbrief

AlliumAmaryllisgewächse (Amaryllidaceae), Unterfamilie Allioideae
Weitere Namen
Allium, Kugellauch, Riesenlauch, Zierknoblauch
Herkunft
Zentral- und Vorderasien, u. a. Iran, Afghanistan und Turkmenistan
Wuchs
Aufrecht, 20–150 cm je nach Sorte
Endhöhe
20–150 cm je nach Sorte
Winterhärte
Winterhart bis ca. −25 °C (Zone 5)
Boden
Durchlässig, sandig bis lehmig, nährstoffreich; Staunässe wird schlecht vertragen
Blütezeit
Mai bis Juli
Pflanzzeit
September bis November
Lebensdauer
Mehrjährig
Giftigkeit
Giftig für Katzen und Hunde, für Menschen gilt er als ungiftig¹

Je nach Sorte reicht er dir vom Knie bis fast zur Schulter.

So kommt sie bei uns an

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  • Zierlauch ‚Pinball Wizard' – Allium
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  • Zierlauch ‚Miami' – Allium
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Zierlauch-Arten im Überblick

Unter dem Namen Zierlauch werden zahlreiche Allium-Arten und -Sorten angeboten, die sich vor allem in Höhe, Blütezeit und Blütenform unterscheiden.

ArtHöheBlüte/WuchsWinterhärte/Licht
Zierlauch (Allium, z. B. A. giganteum, A. aflatunense, A. hollandicum)20–150 cmMai–Juli, aufrechtwinterhart, volle Sonne
Sizilianischer Honiglauch (Allium siculum)70–100 cmMai–Juni, aufrechtwinterhart, Sonne bis Halbschatten
Blauer Zierlauch (Allium caeruleum)30–80 cmJuni–Juli, aufrechtwinterhart, volle Sonne
Sternkugel-Lauch (Allium christophii)30–50 cmMai–Juni, aufrechtwinterhart, Sonne bis Halbschatten
Zierlauch (Allium hollandicum)60–90 cmMai–Juni, aufrechtwinterhart, volle Sonne
Kugellauch (Allium sphaerocephalon)50–90 cmJuni–Juli, aufrechtwinterhart, Sonne bis Halbschatten
Zierlauch (Allium stipitatum)80–120 cmMai–Juni, aufrechtwinterhart, volle Sonne

Der richtige Standort für Zierlauch

Zierlauch stammt aus sonnigen, trockenen Regionen Zentral- und Vorderasiens und möchte entsprechend stehen: an einem sonnigen, warmen Platz im Beet, auf der Rabatte oder im großen Kübel. Ein leichter Windschutz hilft, da die hohen Blütenstiele bei Sturm knicken können.

  • Volle Sonne (passt)
  • Hell
  • Halbschatten
  • Schatten

Der Boden sollte durchlässig, sandig bis lehmig und nährstoffreich sein. Staunässe verträgt Zierlauch schlecht, deshalb lockerst du schwere Böden vor dem Pflanzen am besten mit Sand oder Kies auf. Gepflanzt wird von September bis November.

Zierlauch gießen und düngen

Nach dem Pflanzen im Herbst wässerst du mäßig, danach reicht meist der natürliche Niederschlag. Während der Wachstums- und Blütephase im Frühjahr gießt du bei Trockenheit gelegentlich nach, Staunässe solltest du dabei unbedingt vermeiden.

Im zeitigen Frühjahr, beim Austrieb, versorgst du Zierlauch einmal mit einem kaliumbetonten Blumendünger oder Kompost. Danach ist keine weitere Düngung nötig.

Zierlauch schneiden

Verwelkte Blütenstände kannst du nach der Blüte als Zierde stehen lassen, sie haben mit ihren Samenständen weiterhin einen gewissen Zierwert, oder du schneidest sie bodennah ab. Vergilbtes Laub entfernst du erst, wenn es vollständig eingezogen ist, denn die Zwiebel lagert darüber Reservestoffe ein.

Zierlauch überwintern

Zierlauch ist im Freiland winterhart, die Zwiebeln bleiben ganzjährig im Boden. In frostfreien Wintern und bei durchlässigem Boden brauchst du keinen Winterschutz. In sehr kalten, nassen Lagen hilft eine Mulchschicht über den Zwiebeln.

Zierlauch vermehren

Zierlauch vermehrst du am einfachsten über Brutzwiebeln, die sich mit der Zeit an der Mutterzwiebel bilden.

  1. Zwiebeln ausgrabenGrab die Zwiebeln nach einigen Jahren vorsichtig aus, sobald das Laub eingezogen ist.
  2. Brutzwiebeln abtrennenLöse die kleineren Tochterzwiebeln vorsichtig von der Mutterzwiebel.
  3. Neu einsetzenSetze die Brutzwiebeln im Herbst an einem sonnigen Platz wieder ein.

Auch eine Aussaat ist möglich, blühfähige Pflanzen entstehen daraus aber erst nach mehreren Jahren.

Häufige Probleme und was hilft

Zwiebeln faulen im Boden

UrsacheStaunässe oder zu schwerer, schlecht durchlässiger Boden.

Das hilftBoden mit Sand oder Kies auflockern, einen Standort mit guter Drainage wählen, keine dauerhaft feuchten Lagen.

Blattläuse an Trieben und Knospen

UrsacheWeichhäutige junge Triebe und Blütenstände werden von Blattläusen befallen.

Das hilftNützlinge fördern, bei starkem Befall mit Wasserstrahl abspülen oder Schmierseifenlösung einsetzen.

Kahle, unschöne Stängel nach der Blüte

UrsacheDas Laub zieht bei vielen Allium-Arten bereits während der Blüte ein, das ist arttypisch.

Das hilftNiedrigere Stauden wie Frauenmantel oder Storchschnabel vorpflanzen, um die welkenden Blätter zu kaschieren.

Pflegekalender

Pflanzen: September bis November
Blüte: Mai bis Juli
Düngen: März
Mulchen in kalten Lagen: Dezember bis Februar

Ist Zierlauch giftig?

Für Katzen und Hunde ja¹. Zierlauch enthält schwefelhaltige Organosulfide, die bei Hunden und Katzen die roten Blutkörperchen schädigen können (Hämolyse). Betroffen ist die gesamte Pflanze, besonders die Zwiebel. Mögliche Symptome sind Erbrechen, Durchfall, Bauchschmerzen, Lethargie, blasse Schleimhäute und Anämie, die oft erst mit zeitlicher Verzögerung auftritt.

  • Katzengiftig¹
  • Hundegiftig¹
  • Menschengilt als ungiftig¹

Für Menschen gelten Zwiebel, Blätter und Blüten als essbar, vom Verzehr größerer roher Mengen wird trotzdem abgeraten. Stell die Pflanze außer Reichweite von Katzen und Hunden, die gern an Pflanzen knabbern.

Schon gewusst?

  • Der Gattungsname Allium leitet sich vom klassischen lateinischen Namen für Knoblauch ab.
  • Zierlauch stammt ursprünglich vor allem aus Vorder- und Zentralasien, etwa aus dem Iran, Afghanistan und der Türkei.
  • Einige Blütenbälle großer Allium-Sorten wie Globemaster können aus mehreren tausend Einzelblüten bestehen.

Häufige Fragen zu Zierlauch

Ist Zierlauch giftig für Katzen?

Ja, Zierlauch ist für Katzen giftig¹. Die enthaltenen Organosulfide können rote Blutkörperchen schädigen und zu Erbrechen, Durchfall oder Blutarmut führen.

Wie oft muss ich Zierlauch gießen?

Nur selten: Nach dem Pflanzen einmal wässern, danach reicht meist der natürliche Niederschlag. Staunässe sollte unbedingt vermieden werden.

Wie groß wird Zierlauch?

Je nach Sorte 20–150 cm hoch, mit auffälligen Blütenkugeln von Mai bis Juli.

Ist Zierlauch winterhart?

Ja, Zierlauch ist winterhart bis etwa −25 °C und bleibt ganzjährig im Boden. Entscheidend ist vor allem ein durchlässiger, nicht zu nasser Standort.

Warum hat mein Zierlauch nach der Blüte kahle, vertrocknete Stängel?

Das ist bei vielen Allium-Arten normal, da das Laub häufig schon während oder kurz nach der Blüte einzieht. Die stehen gebliebenen Samenstände haben weiterhin einen gewissen Zierwert, vergilbtes Laub sollte erst entfernt werden, wenn es vollständig eingetrocknet ist.

Kann man Zierlauch essen?

Zwiebel, Blätter und Blüten des Zierlauchs gelten für Menschen als unbedenklich, allerdings wird vom Verzehr größerer roher Mengen abgeraten. Im Garten dient Zierlauch in erster Linie als Schmuckpflanze.

Auch interessant

Quellen: vetpharm.uzh.ch (Toxikologische Daten zur Giftigkeit von Allium für Hunde und Katzen) · dr-hoech.de (Wirkmechanismus und Symptome der Allium-Vergiftung bei Hund/Katze) · Missouri Botanical Garden (Winterhärtezone, Herkunftsregion, Blütezeit)

¹ Alle Angaben zu Eigenschaften, Pflege und Giftigkeit nach bestem Wissen und Gewissen, jedoch ohne Gewähr (Quelle u. a. ASPCA). Leben Kinder oder Haustiere bei dir, informiere dich im Zweifel zusätzlich, z. B. bei deiner Tierarztpraxis.

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