Tulpen Pflege & Steckbrief
Tulipa · Gartentulpe, Tulipan
Die Tulpe (Tulipa) ist ein mehrjähriges Zwiebelgewächs aus den Steppen und Gebirgen Zentralasiens sowie dem östlichen Mittelmeerraum und eine der bekanntesten winterharten Pflanzen im Beet. Sie mag volle Sonne bis Halbschatten, wird im Frühjahr mäßig gegossen und ist winterhart bis etwa −25 °C. Je nach Sorte wird sie 15–70 cm hoch und blüht von März bis Mai.
„Lass mein Laub nach der Blüte einfach stehen, bis es komplett vergilbt ist – ich tanke da meine Kraft fürs nächste Jahr.“Deine Tulpe
Pflege auf einen Blick
- LichtVolle Sonne bis Halbschatten
- GießenMittel, im Frühjahr mäßig gießen
- PflegeLeicht
- WinterhärteWinterhart bis ca. −25 °C
- BlüteMärz bis Mai
- HaustiereGiftig für Katzen und Hunde¹
Tulpen-Steckbrief
- Weitere Namen
- Gartentulpe, Tulipan
- Herkunft
- Steppen und Gebirge Zentralasiens sowie der östliche Mittelmeerraum, Türkei und Persien/Afghanistan
- Wuchs
- Aufrecht
- Endhöhe
- 15–70 cm je nach Sorte/Klasse
- Winterhärte
- Z4–Z8, winterhart bis ca. −25 °C
- Boden
- Durchlässig, nährstoffreich, im Sommer trocken fallend, keine Staunässe
- Blütezeit
- März bis Mai
- Pflanzzeit
- Oktober bis November
- Lebensdauer
- Mehrjährig
- Giftigkeit
- Giftig für Katzen und Hunde, leicht giftig für Menschen¹
Von der kleinen Wildtulpe bis zur hohen Darwin-Hybride reicht sie dir maximal bis zum Knie.
So kommt sie bei uns an

Triumph-Tulpe · 22 Größen 
Tulpe ‚Ballade Mix' · 4 Größen 
Tulpe ‚Breakdance Mix' · 4 Größen
Tulpen-Arten im Überblick
Neben der klassischen Gartentulpe gibt es zahlreiche Wildformen und Sorten, die sich in Höhe, Blütezeit und Wuchs unterscheiden.
| Art | Höhe | Blüte/Wuchs | Winterhärte/Licht |
|---|---|---|---|
| Tulpe (Tulipa) | 15–70 cm | März–Mai, aufrecht | winterhart, volle Sonne bis Halbschatten |
| Greigii-Tulpe (T. greigii) | 15–30 cm | März–April, aufrecht, kompakt | winterhart, volle Sonne |
| Prächtige Tulpe (T. praestans) | 25–45 cm | März–April, aufrecht, kompakt | winterhart, volle Sonne |
| Weinbergstulpe (T. sylvestris) | 20–40 cm | April–Mai, aufrecht | winterhart, volle Sonne bis Halbschatten |
| Tulpe (T. humilis) | 10–15 cm | März–April, aufrecht, kompakt | winterhart, volle Sonne |
Der richtige Standort für Tulpen
Tulpen fühlen sich an einem sonnigen bis halbschattigen Platz im Beet, Kübel oder Rasen am wohlsten. Auch unter sommergrünen Gehölzen gedeihen sie, solange im Frühjahr genug Licht ankommt, bevor das Laub der Bäume austreibt.
- Volle Sonne (passt)
- Hell
- Halbschatten (passt)
- Schatten
Der Boden sollte durchlässig und nährstoffreich sein, darf im Sommer aber ruhig trocken fallen. Gepflanzt werden die Zwiebeln im Herbst, zwischen Oktober und November, solange der Boden noch nicht gefroren ist.
Tulpen gießen und düngen
Während der Wachstums- und Blütezeit im Frühjahr gießt du mäßig, aber regelmäßig, besonders bei trockener Witterung. Nach der Blüte und im Sommer hältst du den Boden dagegen möglichst trocken, damit die Zwiebel ausreifen kann. Staunässe mag sie zu keiner Zeit.
Beim Pflanzen im Herbst gibst du einen phosphor- und kaliumbetonten Dünger wie Hornspäne oder speziellen Blumenzwiebeldünger ins Pflanzloch. Eine zweite Gabe nach dem Austrieb im Frühjahr fördert die Zwiebelbildung für das Folgejahr.
Tulpen schneiden
Verblühte Blütenstände kannst du entfernen, damit keine Energie in die Samenbildung fließt. Das Laub lässt du dagegen unbedingt stehen, bis es vollständig vergilbt ist, denn darüber lagert die Zwiebel ihre Reservestoffe für das nächste Jahr ein.
Laub nie zu früh entfernenWird das Laub vorzeitig abgeschnitten, kann die Zwiebel nicht genug Kraft sammeln und blüht im Folgejahr schlechter oder gar nicht.
Tulpen überwintern
In Mitteleuropa sind Tulpen im Freiland winterhart und bleiben problemlos in der Erde. Besonders bei exotischen oder gefüllten Sorten kannst du die Zwiebeln nach dem Einziehen des Laubs im Sommer ausgraben, trocken und kühl lagern und im Herbst wieder einpflanzen.
Tulpen vermehren
Tulpen vermehren sich vor allem vegetativ über Tochterzwiebeln. Die Kurzfassung:
- AusgrabenGrabe die Zwiebeln nach dem Einziehen des Laubs im Sommer aus.
- Tochterzwiebeln trennenLöse die kleineren Brutzwiebeln vorsichtig von der Hauptzwiebel ab.
- Neu einpflanzenPflanze alle Zwiebeln im Herbst wieder getrennt in den Boden.
Häufige Probleme und was hilft
Blüten bleiben aus oder werden kleiner
UrsacheZwiebel zu klein oder durch ungenügende Sommerreife erschöpft, oft nach mehreren Jahren am gleichen Standort.
Das hilftZwiebeln nach dem Einziehen ausgraben, trocken und kühl lagern und im Herbst durch frische oder größere Zwiebeln ergänzen.
Fäulnis der Zwiebel
UrsacheStaunässe im Boden, besonders im Sommer während der Ruhephase.
Das hilftFür durchlässigen Boden sorgen, bei Bedarf eine Drainage einbauen oder die Zwiebeln an einen trockeneren Standort versetzen.
Vorzeitig geknickte oder faule Stängel
UrsachePilzbefall wie Tulpenfeuer, begünstigt durch feuchte, kühle Witterung und dichte Pflanzung.
Das hilftBefallene Pflanzen und Zwiebeln entfernen, auf ausreichenden Pflanzabstand achten und den Standort wechseln.
Zwiebeln werden von Nagetieren gefressen
UrsacheMäuse und Wühlmäuse fressen gerne Tulpenzwiebeln im Boden.
Das hilftZwiebeln in Drahtkörben pflanzen oder mit Narzissen kombinieren, die von Nagern gemieden werden.
Pflegekalender
Ist die Tulpe giftig?
Ja¹. Laut ASPCA gilt die Tulpe als giftig für Katzen und Hunde, für Menschen als leicht giftig. Alle Pflanzenteile enthalten die Reizstoffe Tulipalin A und B, mit der höchsten Konzentration in der Zwiebel. Bei Tieren können nach Aufnahme Speichelfluss, Erbrechen und Durchfall auftreten, bei größeren Mengen, vor allem Zwiebeln, auch Herzrasen, Atembeschwerden und Zittern. Beim Menschen kann der Kontakt mit Zwiebeln zu allergischen Hautreizungen führen, bekannt als „Tulpenfinger“.
- Katzengiftig¹
- Hundegiftig¹
- Menschenleicht giftig¹
Stell frisch gepflanzte Zwiebeln und Blumensträuße außer Reichweite von Kindern und Tieren, die gern daran knabbern oder graben.
Schon gewusst?
- Der Name Tulpe geht auf das türkische Wort für Turban zurück, da der österreichische Gesandte Ogier Ghislain de Busbecq 1554 die ersten Zwiebeln aus Istanbul nach Wien brachte.
- Die meisten Wildtulpenarten stammen aus den Steppen und Gebirgen Zentralasiens, dem Hotspot der Artenvielfalt der Gattung.
- Die Royal Botanic Gardens Kew erkennen aktuell rund 95 wilde Tulpenarten als eigenständig an.
Häufige Fragen zu Tulpen
Sind Tulpen giftig für Katzen?
Ja, Tulpen sind laut ASPCA giftig für Katzen.¹ Die Giftstoffe stecken in der ganzen Pflanze, am meisten in der Zwiebel, und können Speicheln und Erbrechen auslösen.
Wie oft muss ich Tulpen gießen?
Während der Wachstums- und Blütephase im Frühjahr mäßig, aber regelmäßig gießen, besonders bei trockener Witterung. Nach der Blüte und im Sommer möglichst trocken halten.
Wie groß werden Tulpen?
Je nach Sorte und Klasse 15–70 cm. Botanische Wildtulpen bleiben niedriger, Triumph- und Darwin-Hybriden werden deutlich höher.
Sind Tulpen winterhart?
Ja, Tulpenzwiebeln sind in Mitteleuropa winterhart und können im Boden überwintern. Wichtig ist ein durchlässiger Standort ohne Staunässe.
Warum blühen meine Tulpen im zweiten Jahr schlechter?
Meist konnte die Zwiebel nach der ersten Blüte nicht genug Reservestoffe einlagern, etwa weil das Laub zu früh entfernt wurde oder der Standort im Sommer zu feucht war.
Wann pflanzt man Tulpenzwiebeln?
Die beste Pflanzzeit ist Oktober bis November, solange der Boden noch nicht gefroren ist. So können die Zwiebeln vor dem Winter noch Wurzeln bilden.
Auch interessant
Quellen: ASPCA (Giftigkeit für Katzen, Hunde, Pferde) · firstvet.com (Wirkung der Giftstoffe, Symptome, Hautreizung beim Menschen) · lubera.com (Herkunft der Wildtulpen, Standortansprüche) · de-academic.com (Verbreitungsgebiet, Geschichte, Bodenansprüche)
¹ Alle Angaben zu Eigenschaften, Pflege und Giftigkeit nach bestem Wissen und Gewissen, jedoch ohne Gewähr (Quelle u. a. ASPCA). Leben Kinder oder Haustiere bei dir, informiere dich im Zweifel zusätzlich, z. B. bei deiner Tierarztpraxis.






