Sonnenhut Pflege & Steckbrief
Echinacea purpurea · Purpur-Sonnenhut, Echinacea
Der Rote Sonnenhut (Echinacea purpurea), auch Purpur-Sonnenhut genannt, stammt aus den Prärien und lichten Wäldern des östlichen und zentralen Nordamerikas und zählt zu den robustesten winterharten Pflanzen im Beet. Er mag volle Sonne bis Halbschatten, wird mäßig gegossen und übersteht Winter bis etwa −30 °C im Freiland. Mit 60–120 cm Endhöhe und einer Blütezeit von Juli bis September ist er eine der zuverlässigsten Stauden für sonnige Rabatten.
„Ich bin zäh wie ein Präriepony – gieß mich nur, wenn die Erde wirklich trocken ist, sonst mach ich das lieber allein.“Dein Roter Sonnenhut
Pflege auf einen Blick
- LichtVolle Sonne bis Halbschatten
- GießenMittel, bei Trockenheit zusätzlich wässern
- PflegeLeicht
- WinterhärteBeet oder Kübel, winterhart bis ca. −34 °C
- BlüteJuli bis September
- HaustiereKeine gesicherten Angaben – stell ihn im Zweifel außer Reichweite¹
Sonnenhut-Steckbrief
- Weitere Namen
- Purpur-Sonnenhut, Echinacea, Igelkopf, Scheinsonnenhut
- Herkunft
- Östliches und zentrales Nordamerika (Prärien, lichte Wälder)
- Wuchs
- Aufrecht, buschig, 60–100 cm
- Endhöhe
- 60–120 cm
- Winterhärte
- Winterhart bis ca. −34 °C (USDA-Zone 3)
- Boden
- Durchlässiger, nährstoffreicher Gartenboden, lehmig bis sandig, staunass vermeiden
- Blütezeit
- Juli bis September
- Pflanzzeit
- April, Mai, September, Oktober
- Lebensdauer
- Mehrjährig
- Giftigkeit
- Keine gesicherten Angaben¹
Reicht dir je nach Sorte von der Hüfte bis zur Brust – ideal als Rabattenblickfang.
So kommt sie bei uns an

Weißer Sonnenhut ‚White Swan' · 5 Größen 
10–25 cmTopf 9 cm · 9 Größen 
Purpur-Sonnenhut ‚Alba' · 4 Größen
Sonnenhut-Arten im Überblick
Unter „Sonnenhut“ werden im Handel mehrere Arten und Gattungen geführt. Der Rote Sonnenhut ist die klassische Wahl, es gibt aber auch gelb blühende und verwandte Arten mit ähnlichen Ansprüchen.
| Art | Höhe | Blüte/Wuchs | Winterhärte/Licht |
|---|---|---|---|
| Roter Sonnenhut (E. purpurea) | 60–120 cm | Juli–September, aufrecht buschig | winterhart, volle Sonne bis Halbschatten |
| Gelber Sonnenhut (E. paradoxa) | 60–90 cm | Juni–August, aufrecht buschig | winterhart, volle Sonne bis Halbschatten |
| Sonnenhut Goldsturm (Rudbeckia fulgida var. sullivantii 'Goldsturm') | 60–90 cm | Juli–Oktober, aufrecht buschig | winterhart, volle Sonne bis Halbschatten |
| Sonnenhut (Echinacea, sortenabhängig) | 60–120 cm | Juni–September, aufrecht buschig | winterhart, volle Sonne bis Halbschatten |
Der richtige Standort für Sonnenhut
In seiner Heimat wächst der Rote Sonnenhut auf offenen Prärieflächen, deshalb verträgt er auch windexponierte Lagen gut. Im Garten passt ihm ein sonniger bis halbschattiger Platz im Beet, auf der Rabatte oder im Kübel.
- Volle Sonne (passt)
- Hell
- Halbschatten (passt)
- Schatten
Der Boden sollte durchlässig und nährstoffreich sein, lehmig bis sandig passt gut. Staunasse Böden solltest du meiden, da sie dem Sonnenhut über Winter schaden. Gepflanzt wird im Frühjahr (April, Mai) oder im Herbst (September, Oktober).
Sonnenhut gießen und düngen
Gieß deinen Sonnenhut mäßig und lass die Erde zwischen den Wassergaben antrocknen. Im ersten Standjahr braucht er etwas mehr Aufmerksamkeit, danach ist er als trockenheitsverträgliche Prärie-Staude deutlich genügsamer und kommt bei Hitze nur mit zusätzlichem Wässern aus.
Nach dem Einwurzeln genügsamSobald die Pflanze gut angewachsen ist, reicht Gießen meist nur noch bei längerer Dürre. Staunässe verträgt sie dagegen deutlich schlechter als kurze Trockenphasen.
Gedüngt wird einmal im April oder Mai mit Kompost oder organischem Staudendünger. Das reicht für die ganze Saison, zusätzliche Düngergaben während der Blütezeit von Juni bis August sind möglich, aber nicht nötig.
Sonnenhut schneiden
Verblühte Blütenstände kannst du bis zum Frühjahr stehen lassen, sie dienen als Winterschmuck und bieten Vögeln Nahrung. Im zeitigen Frühjahr, etwa im Februar oder März, schneidest du den Sonnenhut dann bodennah zurück.
Kübelpflanzen teilst oder topfst du alle 2–3 Jahre im Frühjahr um, damit sie genug Platz und frische Erde bekommen.
Sonnenhut überwintern
Im Freiland ist der Rote Sonnenhut ohne besonderen Schutz winterhart und übersteht Temperaturen bis etwa −30 bis −34 °C. Im Kübel ist der Wurzelballen weniger geschützt, deshalb solltest du den Topf dort mit Vlies oder Laub vor starkem Frost und Austrocknung schützen.
Sonnenhut vermehren
Am einfachsten gelingt die Vermehrung über Teilung, im Frühjahr oder im Herbst. Die Kurzfassung:
- Horst ausgrabenGrabe die Pflanze vorsichtig mit dem Wurzelballen aus.
- TeilenTeile den Wurzelballen mit einem scharfen Spaten in mehrere Stücke mit eigenen Wurzeln und Trieben.
- EinpflanzenSetze die Teilstücke sofort an einem sonnigen Platz in durchlässigen Boden und gieß sie gut an.
Auch eine Aussaat im zeitigen Frühjahr ist möglich, im Garten kann sich der Sonnenhut zudem von selbst aussäen.
Häufige Probleme und was hilft
Braune oder gefleckte Blätter
UrsachePilzkrankheiten wie Blattfleckenkrankheit oder Mehltau, meist durch zu feuchten Stand oder schlechte Luftzirkulation begünstigt.
Das hilftBefallene Blätter entfernen, für ausreichend Abstand zwischen den Pflanzen sorgen und von oben gießen vermeiden.
Wenige oder keine Blüten
UrsacheZu schattiger Standort oder überdüngter, stickstoffreicher Boden.
Das hilftAn einen sonnigeren Platz umsetzen und die Stickstoffdüngung reduzieren.
Pflanze kümmert oder stirbt im Winter ab
UrsacheStaunässe im Wurzelbereich über Winter.
Das hilftDen Boden vor der Pflanzung mit Sand oder Kies auflockern und auf gute Drainage achten.
Pflegekalender
Ist Sonnenhut giftig?
Dazu gibt es keine eindeutigen, gesicherten Angaben¹. Veterinärtoxikologische Quellen wie vetpharm.uzh.ch führen Echinacea purpurea nicht als giftige Pflanze, dokumentierte Vergiftungsfälle bei Tieren sind nicht bekannt. Trotzdem wird die Pflanze nicht als Tierfutter empfohlen, und größere verzehrte Mengen können wie bei vielen Pflanzen zu leichten Magenreizungen führen.
- Katzengilt als ungiftig¹
- Hundegilt als ungiftig¹
- Menschengilt als ungiftig¹
Stell die Pflanze trotz der Einstufung im Zweifel außer Reichweite von Kindern und Tieren, die gern an Blättern knabbern, und wende dich bei Fragen an deine Tierarztpraxis.
Schon gewusst?
- Der Name Echinacea leitet sich vom griechischen Wort für Igel ab und bezieht sich auf die stachelig wirkende, domartige Blütenmitte.
- Echinacea purpurea stammt ursprünglich aus dem östlichen und zentralen Nordamerika, wo sie in Prärien und lichten Wäldern wächst.
- Botanisch wurde die Art früher auch der Gattung Rudbeckia zugeordnet, bevor sie als eigene Gattung abgegrenzt wurde.
Häufige Fragen zu Sonnenhut
Ist Roter Sonnenhut giftig für Katzen?
Dazu gibt es keine gesicherten Angaben¹. Stell ihn im Zweifel außer Reichweite deiner Tiere.
Wie oft muss ich Sonnenhut gießen?
Mäßig, vor allem im ersten Standjahr bis zum Anwachsen. Danach reicht Gießen nur bei längerer Trockenheit, da die Pflanze trockenheitsverträglich ist.
Wie groß wird Sonnenhut?
Je nach Sorte erreicht er 60–120 cm Höhe und wächst aufrecht und buschig.
Ist Echinacea purpurea winterhart?
Ja, die Art ist bis USDA-Zone 3 winterhart und braucht im Freiland keinen zusätzlichen Winterschutz. Im Kübel sollte der Wurzelballen vor Durchfrieren geschützt werden.
Warum blüht mein Sonnenhut nicht?
Meist liegt es an zu wenig Sonne oder einem zu nährstoffreichen, stickstoffbetonten Boden. Ein sonniger Standort und maßvolle Düngung fördern die Blütenbildung von Juli bis September.
Zieht Roter Sonnenhut Bienen und Schmetterlinge an?
Ja, die Blüten sind bei Bienen und Schmetterlingen beliebt und gelten als gute Nahrungsquelle für Insekten. Die stehen gelassenen Samenstände bieten im Winter zudem Vögeln Nahrung.
Auch interessant
- Lavendel Pflege · ebenfalls sonnenliebend und bienenfreundlich
Quellen: vetpharm.uzh.ch (Giftigkeit/Ungiftigkeit für Tiere, Herkunft) · vetpharm.uzh.ch (Giftigkeit, Verwechslungsgefahr) · thepollinatorpatchgarden.com (ASPCA-Einstufung für Hunde/Katzen/Pferde)
¹ Alle Angaben zu Eigenschaften, Pflege und Giftigkeit nach bestem Wissen und Gewissen, jedoch ohne Gewähr (Quelle u. a. ASPCA). Leben Kinder oder Haustiere bei dir, informiere dich im Zweifel zusätzlich, z. B. bei deiner Tierarztpraxis.






