Schmetterlingsflieder Pflege & Steckbrief
Buddleja davidii · Sommerflieder, Buddleia
Der Schmetterlingsstrauch (Buddleja davidii), auch Sommerflieder oder Buddleia genannt, ist ein duftender, sommergrüner Strauch aus China und Tibet und zählt zu den beliebtesten winterharten Pflanzen im Garten. Er braucht volle Sonne bis Halbschatten, wird nach dem Anwachsen nur mäßig gegossen und verträgt Temperaturen bis etwa −20 °C. Mit bis zu 3–5 m Höhe in der Art, handelsüblich meist 1,5–2 m, ist er eine echte Statement-Pflanze – und ein Magnet für Schmetterlinge und Bienen.
„Schneid mich im Frühjahr ruhig radikal zurück – ich blühe trotzdem wieder prächtig und zieh dafür Schmetterlinge und Bienen scharenweise an.“Dein Schmetterlingsstrauch
Pflege auf einen Blick
- LichtVolle Sonne bis Halbschatten
- GießenMittel, nach dem Anwachsen mäßig gießen
- PflegeLeicht
- WinterhärteWinterhart bis ca. −20 °C
- BlüteJuni bis Oktober, duftend
- HaustiereKeine gesicherten Angaben – stell ihn im Zweifel außer Reichweite¹
Schmetterlingsstrauch-Steckbrief
- Weitere Namen
- Sommerflieder, Buddleia, Schmetterlingsflieder, Fliederspeer
- Herkunft
- China (Zentral- und Südchina) sowie angrenzendes Tibet
- Wuchs
- Aufrecht, buschig, ausbreitend
- Endhöhe
- Art bis zu 3–5 m, handelsübliche Gartenformen meist 1,5–2 m, Zwergsorten etwa 60–100 cm
- Winterhärte
- Bis ca. −20 °C (USDA 5–9, RHS H6)
- Boden
- Durchlässig, mäßig nährstoffreich, verträgt auch kalkhaltige und sandige Böden
- Blütezeit
- Juni bis Oktober
- Pflanzzeit
- März bis Mai und September bis Oktober
- Lebensdauer
- Mehrjährig
- Giftigkeit
- Keine gesicherten Angaben für Katzen, Hunde und Menschen¹
Als ausgewachsener Strauch überragt er dich locker um ein Vielfaches.
So kommt sie bei uns an

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Der richtige Standort für den Schmetterlingsstrauch
Der Schmetterlingsstrauch stammt aus sonnigen Lagen Chinas und fühlt sich deshalb an einem sonnigen bis halbschattigen, windgeschützten Platz am wohlsten. Volle Sonne bringt die reichste Blüte.
- Volle Sonne (passt)
- Hell
- Halbschatten (passt)
- Schatten
Der Boden sollte durchlässig und mäßig nährstoffreich sein, kalkhaltige und sandige Böden verträgt er gut. Staunasse Standorte solltest du meiden. Gepflanzt wird von März bis Mai oder von September bis Oktober.
Schmetterlingsstrauch gießen und düngen
Nach dem Pflanzen gießt du regelmäßig, bis die Pflanze angewachsen ist. Danach reicht mäßiges Gießen, denn der Schmetterlingsstrauch ist trockenheitsverträglich und mag keine Staunässe.
Gedüngt wird einmalig im März oder April mit Kompost oder einem langsam wirkenden Dünger. Zu viel Dünger fördert vor allem Blattmasse statt Blüten.
Schmetterlingsstrauch schneiden
Geschnitten wird jährlich im zeitigen Frühjahr, etwa im Februar oder März: Schneide kräftig auf 30–50 cm über dem Boden zurück. Die Blüten erscheinen am diesjährigen Holz, deshalb fördert der Rückschnitt kompakten Wuchs und reiche Blüte.
Ohne Schnitt verkahlt erBleibt der jährliche Rückschnitt über mehrere Jahre aus, verkahlt der Strauch im unteren Bereich. Ein konsequenter Rückschnitt auf wenige Augen regt den Neuaustrieb von unten wieder an.
Schmetterlingsstrauch überwintern
Im Freiland ist der Schmetterlingsstrauch meist ohne besonderen Winterschutz winterhart bis etwa −20 °C. Frisch gepflanzte Sträucher und Exemplare im Kübel profitieren in strengen Wintern von einer Mulchschicht oder Vlies über dem Wurzelbereich.
Schmetterlingsstrauch vermehren
Die Vermehrung gelingt über halbverholzte Stecklinge im Sommer oder verholzte Stecklinge im Winter. Die Art vermehrt sich zudem sehr leicht durch Samen und kann sich dadurch im Garten stark ausbreiten.
- Steckling schneidenSchneide im Sommer einen halbverholzten Trieb ohne Blüten ab.
- SteckenEntferne die unteren Blätter und setze den Trieb in Anzuchterde.
- Bewurzeln lassenHell und leicht feucht halten, bis sich neue Triebe zeigen.
Häufige Probleme und was hilft
Wenig oder keine Blüte
UrsacheZu starker Schatten, fehlender Rückschnitt im Frühjahr oder überalterte Triebe.
Das hilftSonnigeren Standort wählen und jährlich im Frühjahr stark zurückschneiden, da die Blüte am neuen Holz entsteht.
Verkahlung im unteren Bereich
UrsacheFehlender regelmäßiger Rückschnitt über mehrere Jahre.
Das hilftDen Strauch im Frühjahr konsequent auf wenige Augen zurückschneiden, um Neuaustrieb von unten anzuregen.
Unkontrollierte Selbstaussaat
UrsacheDie Art bildet sehr viele keimfähige Samen und kann sich stark ausbreiten.
Das hilftVerblühte Blütenstände regelmäßig entfernen oder samenarme Sorten wählen, um die Ausbreitung zu verhindern.
Wurzelfäule
UrsacheStaunasser, schlecht durchlässiger Boden.
Das hilftFür durchlässigen Boden sorgen, bei Bedarf mit Sand oder Kies mischen, und Staunässe vermeiden.
Pflegekalender
Ist der Schmetterlingsstrauch giftig?
Dazu gibt es keine gesicherten Angaben¹. Für Katzen, Hunde und Menschen sind keine toxischen Wirkstoffe oder dokumentierten Vergiftungsfälle bekannt, bekannte giftige Pflanzenteile gibt es nicht. Bei Aufnahme größerer Mengen können wie bei vielen Pflanzen leichte Magen-Darm-Beschwerden auftreten.
- Katzenkeine gesicherten Angaben¹
- Hundekeine gesicherten Angaben¹
- Menschenkeine gesicherten Angaben¹
Stell ihn im Zweifel trotzdem außer Reichweite von Kindern und Tieren, die gern an Pflanzen knabbern.
Schon gewusst?
- Der botanische Name ehrt den Pater Armand David, einen französischen Missionar und Naturforscher, der die Pflanze als erster Europäer in China beschrieb.
- Die Art stammt ursprünglich aus China und Tibet und gelangte Ende des 19. Jahrhunderts über französische Baumschulen nach Europa.
- Mit ihren nektarreichen Blütenständen zieht die Pflanze zahlreiche Schmetterlinge, Bienen und andere Bestäuber an, was ihr den deutschen Namen Schmetterlingsstrauch einbrachte.
Häufige Fragen zum Schmetterlingsstrauch
Ist der Schmetterlingsstrauch giftig für Katzen oder Hunde?
Dazu gibt es keine gesicherten Angaben¹. Es sind keine toxischen Wirkstoffe nachgewiesen, bei Aufnahme größerer Mengen können aber wie bei vielen Pflanzen leichte Magen-Darm-Beschwerden auftreten. Stell ihn im Zweifel außer Reichweite deiner Tiere.
Wie oft muss man den Schmetterlingsstrauch gießen?
Nach dem Pflanzen regelmäßig, bis er angewachsen ist. Danach reicht mäßiges Gießen, denn er ist trockenheitsverträglich und mag keine Staunässe.
Wie groß wird ein Schmetterlingsstrauch?
Als Art wird er bis zu 3–5 m hoch, handelsübliche Gartenformen bleiben meist bei 1,5–2 m, Zwergsorten bei etwa 60–100 cm.
Wann und wie wird der Schmetterlingsstrauch geschnitten?
Am besten im Februar oder März kräftig auf 30–50 cm über dem Boden zurückschneiden. Das fördert kompakten Wuchs und reiche Blüte, weil die Blüten am neuen Holz entstehen.
Warum blüht mein Schmetterlingsstrauch nicht?
Meist liegt es an zu viel Schatten oder einem fehlenden Rückschnitt im Frühjahr. Da die Blüte am neuen Holz entsteht, sollte er jährlich zurückgeschnitten werden und einen möglichst sonnigen Standort haben.
Breitet sich der Schmetterlingsstrauch unkontrolliert aus?
Er bildet sehr viele keimfähige Samen und kann sich im Garten stark selbst aussäen. Regelmäßiges Entfernen verblühter Blütenstände reduziert die Selbstaussaat deutlich.
Auch interessant
Quellen: gardenersworld.com (Giftigkeit, Herkunft, allgemeine Pflanzenbeschreibung) · hunker.com (Giftigkeit für Mensch und Tier) · thursd.com (Giftigkeit, invasive Einstufung in den USA) · plantfinder.mobot.org (Standort, Wuchshöhe, USDA-Zone)
¹ Alle Angaben zu Eigenschaften, Pflege und Giftigkeit nach bestem Wissen und Gewissen, jedoch ohne Gewähr (Quelle u. a. ASPCA). Leben Kinder oder Haustiere bei dir, informiere dich im Zweifel zusätzlich, z. B. bei deiner Tierarztpraxis.






