Jasmin Pflege & Steckbrief
Trachelospermum jasminoides · Chinesischer Sternjasmin, Sternjasminstrauch
Der Sternjasmin (Trachelospermum jasminoides), auch Chinesischer Sternjasmin oder Sternjasminstrauch genannt, stammt aus Ostasien und zählt zu den beliebtesten immergrünen Pflanzen für Rankgerüst und Kübel. Er mag volle Sonne bis Halbschatten, wird mäßig gegossen und zwischen den Gaben antrocknen gelassen, und ist nur bedingt winterhart bis etwa −10 °C. An einer Rankhilfe erreicht er bis zu 4–5 m und blüht von Mai bis August duftend weiß.
„Je mehr Sonne ich bekomme, desto intensiver dufte ich – aber lass mich zwischendurch ruhig antrocknen, Staunässe mag ich gar nicht.“Dein Sternjasmin
Pflege auf einen Blick
- LichtVolle Sonne bis Halbschatten
- GießenMittel, zwischen den Gaben antrocknen lassen
- PflegeLeicht
- WinterhärteBedingt, bis ca. −10 °C
- BlüteMai bis August, duftend
- HaustiereKeine gesicherten Angaben – stell ihn im Zweifel außer Reichweite¹
Sternjasmin-Steckbrief
- Weitere Namen
- Chinesischer Sternjasmin, Sternjasminstrauch, Falscher Jasmin, Star Jasmine, Confederate Jasmine
- Herkunft
- Ostasien (China, Japan, Korea sowie weitere Regionen Süd- und Südostasiens)
- Wuchs
- Kletternd, aufrecht, immergrün
- Endhöhe
- Bis ca. 4–5 m, bei Kübelhaltung meist niedriger
- Winterhärte
- Bedingt winterhart, Zone 7–8, bis ca. −10 bis −12 °C
- Boden
- Durchlässig, humos bis normal nährstoffhaltig, leicht trocken bis frisch, keine Staunässe
- Blütezeit
- Mai bis August
- Pflanzzeit
- April, Mai, September, Oktober
- Lebensdauer
- Mehrjährig
- Giftigkeit
- Für Katzen und Hunde unbekannt, für Menschen leicht giftig¹
An einem Rankgerüst wächst er dir weit über den Kopf hinaus.
So kommt sie bei uns an

Sternjasmin ‚Star of Ibiza' · 2 Größen 
Sternjasmin · 4 Größen 
65 cmTopf 15 cm · 3 Größen
Sternjasmin-Arten im Überblick
Unter dem Namen „Jasmin“ werden im Handel sehr unterschiedliche Kletterpflanzen angeboten. Der Sternjasmin ist botanisch gar kein echter Jasmin, teilt sich den Namen aber mit mehreren Arten der Gattung Jasminum.
| Art | Höhe | Blüte | Winterhärte |
|---|---|---|---|
| Sternjasmin (T. jasminoides) | bis ca. 4–5 m | Mai bis August | bedingt, bis ca. −10 °C |
| Winterjasmin (J. nudiflorum) | bis ca. 3 m | November bis März | winterhart |
| Echter Jasmin (J. officinale) | bis ca. 5–6 m | Juni bis September | bedingt |
| Stephans Jasmin (J. × stephanense) | bis ca. 5–6 m | Juni bis Juli | bedingt |
| Dreifarbiger Jasmin (J. officinale 'Tricolour') | bis ca. 3–5 m | Juni bis August | bedingt |
| Sternjasmin, großwüchsige Sorten (Trachelospermum) | 3–6 m, einzelne Sorten bis 12 m | Juni bis August | bedingt |
| Bauernjasmin (Philadelphus x virginalis 'Snowbelle') | 1 bis 1,5 m | Mai bis Juni | winterhart |
Der richtige Standort für den Sternjasmin
Der Sternjasmin mag einen sonnigen bis halbschattigen, möglichst windgeschützten Platz: Je mehr Sonne er bekommt, desto üppiger blüht er. Im Kübel eignet sich auch eine geschützte, helle Terrasse oder ein heller Wintergarten.
- Volle Sonne (passt)
- Hell
- Halbschatten (passt)
- Schatten
Der Boden sollte durchlässig, humos bis normal nährstoffhaltig und eher leicht trocken bis frisch sein, Staunässe verträgt er nicht. Gepflanzt wird im April, Mai sowie im September und Oktober. Als Kletterpflanze braucht er ein Rankgitter, Drähte oder eine Pergola, ohne Kletterhilfe wächst er eher buschig.
Sternjasmin gießen und düngen
Halte den Sternjasmin mäßig feucht und lass die Erde zwischen den Wassergaben antrocknen. Staunässe verträgt er schlecht, deshalb braucht er im Kübel immer ein Gefäß mit Abzugsloch. In heißen Sommermonaten solltest du Kübelpflanzen häufiger kontrollieren.
Fingerprobe hilftFühlt sich die obere Erdschicht trocken an, ist Gießzeit. Ist sie noch feucht, wartest du besser ein paar Tage.
Gedüngt wird von April bis September alle 2 Wochen mit einem Kübelpflanzendünger. Ist der Sternjasmin ausgepflanzt, reicht eine Düngung im Frühjahr.
Sternjasmin schneiden
Der Formschnitt erfolgt im März vor dem Austrieb. Der Sternjasmin verträgt Rückschnitte gut, sodass du ihn gut in Form halten kannst. Jungpflanzen topfst du alle 1–2 Jahre im Frühjahr in ein etwas größeres Gefäß um.
Sternjasmin überwintern
Im Freiland schützt du den Sternjasmin an milden Standorten mit Vlies und einer Mulchschicht. Bei stärkerem Frost unter −10 °C droht jedoch Schaden. Kübelpflanzen überwinterst du am besten kühl und hell bei etwa 5–14 °C, gießt dabei deutlich weniger und düngst gar nicht.
Sternjasmin vermehren
Am einfachsten gelingt die Vermehrung über halbverholzte Stecklinge im Sommer, alternativ durch Aussaat.
- Stecklinge schneidenSchneide im Sommer halbverholzte Triebe ab.
- SteckenSetze die Stecklinge in feuchtes Substrat.
- Bewurzeln lassenBei 19–22 °C bilden sich nach einiger Zeit Wurzeln.
Häufige Probleme und was hilft
Blätter werden gelb oder rollen sich ein
UrsacheZu viel oder zu wenig Wasser, Staunässe oder Kältestress.
Das hilftGießverhalten prüfen, für Drainage sorgen und die Pflanze bei Frost unter −10 °C schützen oder ins Haus holen.
Keine oder wenig Blüte
UrsacheZu dunkler Standort oder Nährstoffmangel.
Das hilftAn einen sonnigeren Platz stellen und während der Wachstumsphase regelmäßig düngen.
Braune Blattspitzen im Winter
UrsacheZu kalter oder zu trockener Überwinterungsort.
Das hilftEinen kühlen, aber frostfreien Standort bei 5–14 °C wählen und die Luftfeuchte leicht erhöhen.
Pflegekalender
Ist der Sternjasmin giftig?
Für Menschen gilt der Sternjasmin als leicht giftig¹, insbesondere der milchige Pflanzensaft kann bei Hautkontakt Reizungen verursachen und beim Verzehr Magen-Darm-Beschwerden auslösen. Für Katzen und Hunde ist die Lage unklar: Während die ASPCA die Art für Hunde, Katzen und Pferde als unbedenklich einstuft, nennen andere Quellen sie giftig für Haustiere. Wegen dieser widersprüchlichen Quellenlage gilt die Giftigkeit für Katzen und Hunde als unbekannt¹.
- Katzenunbekannt¹
- Hundeunbekannt¹
- Menschenleicht giftig¹
Stell die Pflanze im Zweifel außerhalb der Reichweite von Kindern und neugierigen Tieren, da der milchige Saft Reizungen auslösen kann.
Schon gewusst?
- Der Sternjasmin stammt ursprünglich aus Ostasien, vor allem aus China, Japan und Korea.
- Trotz des Namens ist die Art kein echter Jasmin der Gattung Jasminum, sondern gehört zu den Hundsgiftgewächsen und ist damit mit dem Oleander verwandt.
- Aus den Blüten wird ein wertvolles Parfümöl gewonnen, das in der hochwertigen Parfümerie verwendet wird.
Häufige Fragen zum Sternjasmin
Ist der Sternjasmin giftig für Katzen und Hunde?
Die Quellenlage ist uneinheitlich: Manche Giftpflanzen-Ratgeber nennen die Art giftig für Haustiere, die ASPCA stuft sie dagegen für Hunde, Katzen und Pferde als unbedenklich ein. Vorsichtshalber solltest du die Pflanze trotzdem außerhalb der Reichweite neugieriger Tiere platzieren, da der milchige Saft Reizungen auslösen kann.
Wie oft muss ich den Sternjasmin gießen?
Er braucht mäßig regelmäßiges Gießen, die Erde sollte zwischen den Wassergaben leicht antrocknen. Staunässe wird schlecht vertragen und sollte unbedingt vermieden werden.
Wie groß wird der Sternjasmin?
An einer Rankhilfe erreicht er bis zu 4–5 m, bei Kübelhaltung bleibt er meist niedriger.
Ist der Sternjasmin winterhart?
Nur bedingt: Er verträgt kurzfristig Temperaturen bis etwa −10 °C. Im Kübel solltest du ihn bei stärkerem Frost kühl und frostfrei überwintern, im Freiland hilft eine Mulch- und Vliesabdeckung.
Warum blüht mein Sternjasmin nicht?
Meist liegt es an zu wenig Licht oder fehlender Düngung. An einem sonnigen Standort mit regelmäßiger Düngung von April bis September blüht die Pflanze von Mai bis August zuverlässig.
Kann der Sternjasmin als Zimmerpflanze gehalten werden?
Ja, in kühleren Regionen wird er häufig als Kübel- oder Balkonpflanze kultiviert und nur im Sommer ins Freie gestellt. Im Winter sollte er kühl und hell bei etwa 5–14 °C stehen.
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Quellen: ASPCA (Giftigkeit)
¹ Alle Angaben zu Eigenschaften, Pflege und Giftigkeit nach bestem Wissen und Gewissen, jedoch ohne Gewähr (Quelle u. a. ASPCA). Leben Kinder oder Haustiere bei dir, informiere dich im Zweifel zusätzlich, z. B. bei deiner Tierarztpraxis.






