Herbstastern Pflege & Steckbrief
Aster dumosus (Symphyotrichum dumosum) · Kissenaster, Herbstaster
Die Kissen-Aster (Aster dumosus, auch Symphyotrichum dumosum) ist ein buschig wachsender Herbstblüher aus Nordamerika und eine beliebte winterharte Pflanze für Beet und Kübel. Sie steht gern vollsonnig bis halbschattig, mag gleichmäßig frischen, durchlässigen Boden und blüht von August bis Oktober. Mit 15–40 cm Höhe bleibt sie kompakt und übersteht Temperaturen bis etwa −30 °C ohne Winterschutz.
„Schneid mich bloß nicht im Herbst – lass meine Stängel stehen, da campen die Insekten über Winter drin.“Deine Kissen-Aster
Pflege auf einen Blick
- LichtVolle Sonne bis Halbschatten
- GießenMittel, gleichmäßig feucht halten
- PflegeLeicht
- WinterhärteIm Beet winterhart bis ca. −30 °C
- BlüteAugust bis Oktober
- HaustiereGilt als ungiftig¹
Kissen-Aster-Steckbrief
- Weitere Namen
- Kissenaster, Herbstaster, Kissen-Herbstaster, Buschige Aster
- Herkunft
- Nordamerika, von Kanada bis in die östlichen USA
- Wuchs
- Buschig, kompakt, ausbreitend
- Endhöhe
- 15–40 cm
- Winterhärte
- Winterhart bis ca. −30 °C, auch im Kübel
- Boden
- Frisch, durchlässig, humus- und nährstoffreich, sandig bis lehmig, keine Staunässe
- Blütezeit
- August bis Oktober
- Pflanzzeit
- März bis Mai und September bis Oktober
- Lebensdauer
- Mehrjährig
- Giftigkeit
- Gilt als ungiftig für Katzen, Hunde und Menschen¹
Reicht dir höchstens bis zum Schienbein – ideal als niedrige Beetbegrenzung.
So kommt sie bei uns an

Kissen-Aster ‚Prof. Anton Kippenberg' · 3 Größen 
Kissen-Aster ‚Schneekissen' · 5 Größen 
Kissen-Aster ‚Wood's Pink' · 5 Größen
Astern im Überblick
Unter dem Namen „Aster“ werden im Herbst mehrere verwandte Arten verkauft, die sich vor allem in Höhe und Winterhärte unterscheiden. Die Kissen-Aster ist mit ihrem kompakten Wuchs die klassische Wahl für den Beetrand.
| Art | Höhe | Blüte/Wuchs | Winterhärte/Licht |
|---|---|---|---|
| Kissen-Aster (A. dumosus) | 15–40 cm | Aug.–Okt., buschig, kompakt | winterhart, Sonne/Halbschatten |
| Ageratum-Aster (A. ageratoides) | 30–70 cm | Aug.–Okt., aufrecht, buschig | winterhart, Sonne/Halbschatten |
| Sommeraster (A. × frikartii 'Mönch') | 60–90 cm | Juli–Okt., aufrecht, buschig | bedingt winterhart, Sonne/Halbschatten |
| Aster, allgemein (Aster spp.) | 15–150 cm | Aug.–Nov., je nach Art | meist winterhart, Sonne/Halbschatten |
Der richtige Standort für die Kissen-Aster
Die Kissen-Aster steht am liebsten vollsonnig bis halbschattig, verträgt dabei sogar etwas Wurzeldruck unter Gehölzen. Ein luftiger Platz beugt Pilzkrankheiten vor.
- Volle Sonne (passt)
- Hell
- Halbschatten (passt)
- Schatten
Der Boden sollte frisch, durchlässig und humus- bis nährstoffreich sein, von sandig bis lehmig, ohne Staunässe. Gepflanzt wird von März bis Mai oder von September bis Oktober.
Kissen-Aster gießen und düngen
Halte den Boden gleichmäßig frisch und gieß bei Sommerhitze zusätzlich nach, denn Trockenheit lässt die Pflanze schnell schlapp wirken. Staunässe verträgt sie dagegen nicht.
Fingerprobe hilftFühlt sich die oberste Erdschicht trocken an, ist Gießen angesagt. Bei feuchter Erde wartest du lieber noch ein paar Tage.
Im März oder April versorgst du sie mit kompostreichem Dünger. Ab dem Spätsommer gibst du keinen Stickstoff mehr, damit die Pflanze gut abreift und winterhart bleibt.
Kissen-Aster schneiden
Lass die verblühten Triebe über den Winter stehen – sie bieten Insekten Unterschlupf. Erst im Februar oder März schneidest du sie bodennah zurück. Alle 3–4 Jahre teilst du die Horste, damit die Pflanze vital bleibt und gut durchblüht.
Die Kissen-Aster im Winter
Im Freiland ist die Kissen-Aster ohne besonderen Schutz winterhart bis etwa −30 °C. Im ersten Standjahr hilft eine Mulchschicht aus Laub über den Wurzeln. Im Kübel sind die Wurzeln weniger geschützt, deshalb isolierst du den Topf gegen Winternässe und stellst ihn nicht direkt auf kalten Stein.
Kissen-Aster vermehren
Am einfachsten gelingt die Vermehrung durch Teilung des Wurzelhorstes im Frühjahr oder Herbst. Das verjüngt ältere Pflanzen gleich mit.
- Horst ausgrabenGrab die Pflanze vorsichtig mit dem Wurzelballen aus.
- TeilenTeile den Horst mit Spaten oder Messer in mehrere kräftige Stücke.
- EinpflanzenSetz die Teilstücke sofort an neue Stellen und gieß sie gut an.
Häufige Probleme und was hilft
Weißer Belag auf den Blättern
UrsacheEchter Mehltau, begünstigt durch engen Stand, wenig Luftzirkulation oder Trockenstress.
Das hilftAusreichend Pflanzabstand einhalten, luftigen Standort wählen, gleichmäßig gießen und befallene Pflanzenteile entfernen.
Wenig Blüten
UrsacheZu schattiger Standort oder ein überalterter, nicht geteilter Horst.
Das hilftEinen sonnigeren Platz wählen und den Horst alle 3–4 Jahre im Frühjahr teilen.
Pflanze fällt auseinander oder legt sich
UrsacheZu nährstoffreicher Boden oder zu wenig Licht führt zu weichem Wuchs.
Das hilftEinen sonnigeren Standort wählen und die Düngung reduzieren.
Pflegekalender
Ist die Kissen-Aster giftig?
Nein, die Kissen-Aster gilt als ungiftig für Katzen, Hunde und Menschen¹. Ein gelegentliches Knabbern an Blättern oder Blüten ist unbedenklich. Größere Mengen können wie bei fast jeder Pflanze durch die enthaltenen Fasern zu leichter Magenreizung führen, eine echte Vergiftung ist aber nicht zu erwarten.
- Katzengilt als ungiftig¹
- Hundegilt als ungiftig¹
- Menschengilt als ungiftig¹
Stell sie im Zweifel trotzdem außer Reichweite von Tieren, die gern an Pflanzen knabbern, und beobachte bei größeren Mengen, ob Magenbeschwerden auftreten.
Schon gewusst?
- Der botanische Name „dumosus“ bedeutet aus dem Lateinischen übersetzt „buschig“ und beschreibt den dichten, kissenartigen Wuchs der Art.
- Die Kissen-Aster stammt ursprünglich aus Nordamerika, genauer aus dem Osten Kanadas und den östlichen USA.
- Als eine der letzten blühenden Stauden im Gartenjahr ist sie eine wichtige Nahrungsquelle für Bienen und Schmetterlinge im Spätsommer und Herbst.
Häufige Fragen zur Kissen-Aster
Ist die Kissen-Aster giftig für Katzen oder Hunde?
Nein, sie gilt als ungiftig für Katzen und Hunde¹. Ein gelegentliches Knabbern an Blättern oder Blüten ist unbedenklich, größere Mengen können höchstens leichte Magenreizungen durch Fasern verursachen.
Wie oft muss man die Kissen-Aster gießen?
Halte den Boden gleichmäßig frisch und gieß bei Sommerhitze zusätzlich nach. Staunässe solltest du aber vermeiden, da sie Wurzelfäule begünstigt.
Wie groß wird die Kissen-Aster?
Sie bleibt mit 15–40 cm kompakt und eignet sich dadurch gut als niedrige Beeteinfassung oder für den Kübel.
Ist die Kissen-Aster winterhart?
Ja, sie übersteht Temperaturen bis etwa −30 °C ohne besonderen Winterschutz. Im ersten Standjahr hilft eine Mulchschicht aus Laub, im Kübel schützt du den Topf zusätzlich vor Winternässe.
Warum bekommt die Kissen-Aster einen weißen Belag auf den Blättern?
Dabei handelt es sich meist um Echten Mehltau, begünstigt durch engen Stand oder mangelnde Luftzirkulation. Ein luftiger Standort mit ausreichendem Pflanzabstand und gleichmäßiger Bewässerung beugt vor.
Wie wird die Kissen-Aster vermehrt?
Am einfachsten durch Teilung des Wurzelhorstes im Frühjahr oder Herbst. Das verjüngt ältere Pflanzen zugleich und fördert die Blühfreude.
Auch interessant
- Lavendel Pflege · ein weiterer winterharter, bienenfreundlicher Gartenklassiker
Quellen: wamiz.de (Giftigkeit für Katzen/Hunde) · gartenjournal.net (Giftigkeit für Mensch und Tier) · lichtnelke.de (Winterhärtezone, Blütezeit, Standort) · baumschule-horstmann.de (Herkunft, Pflanzzeit, Standort, Boden)
¹ Alle Angaben zu Eigenschaften, Pflege und Giftigkeit nach bestem Wissen und Gewissen, jedoch ohne Gewähr (Quelle u. a. ASPCA). Leben Kinder oder Haustiere bei dir, informiere dich im Zweifel zusätzlich, z. B. bei deiner Tierarztpraxis.






