Glücksfeder

Glücksfeder Pflege & Steckbrief

Zamioculcas zamiifolia · Zamioculcas

Zuletzt geprüft: Oktober 2026

Die Glücksfeder (Zamioculcas zamiifolia) stammt aus den trockeneren, oft schattigen Lagen Ostafrikas, etwa aus Kenia und der Region um Sansibar, und zählt zu den pflegeleichten Zimmerpflanzen. Sie kommt mit Halbschatten bis Schatten zurecht, braucht nur wenig Wasser und sollte ganzjährig über 15 °C stehen. Im Topf wird sie 60–100 cm hoch und wächst dabei aufrecht und buschig.

„Ich bin aus Sansibar und hasse Gießkannen-Dauereinsatz. Lass meine Erde erst komplett trocknen, dann reden wir weiter.“Deine Glücksfeder

Pflege auf einen Blick

  • LichtHalbschattig bis schattig
  • GießenGering, Erde zwischen Gaben antrocknen lassen
  • PflegeLeicht
  • TemperaturInnen, nicht unter 15 °C
  • Gut fürAnfänger, Vergessliche, wenig Licht
  • HaustiereGiftig für Katzen und Hunde¹

Glücksfeder-Steckbrief

Zamioculcas zamiifoliaAronstabgewächse (Araceae)
Weitere Namen
Zamie, ZZ-Pflanze, Zanzibar-Palme, Aronstab von Sansibar, Smaragdpalme
Herkunft
Ostafrika, u. a. Kenia und Tansania/Sansibar
Wuchs
Aufrecht, buschig, immergrün
Endhöhe
60–100 cm im Topf, bei optimalen Bedingungen auch mehr
Temperatur
Nicht winterhart, mindestens 15 °C
Erde
Durchlässig und locker, staunässefrei
Lebensdauer
Mehrjährig
Giftigkeit
Giftig für Katzen und Hunde, leicht giftig für Menschen¹

Reicht dir etwa bis zur Hüfte und füllt eine Ecke, ohne viel Pflege zu brauchen.

So kommt sie bei uns an

  • Glücksfeder – Zamioculcas zamiifolia
    40 cmTopf 12 cm · 15 Größen

Der richtige Standort für die Glücksfeder

In ihrer Heimat wächst die Glücksfeder in felsigen, oft schattigen Lagen Ostafrikas. Im Zimmer passt ihr deshalb ein heller bis halbschattiger Platz ohne direkte Mittagssonne am besten, sie kommt aber auch mit schattigeren Ecken zurecht und wächst dort nur etwas langsamer.

  • Volle Sonne
  • Hell
  • Halbschatten (passt)
  • Schatten (passt)

Halte die Temperatur ganzjährig über 15 °C und vermeide Zugluft. Ein heller Platz ohne pralle Sonne lässt die Blätter kräftig glänzen, während zu dunkle Ecken das Wachstum spürbar bremsen.

Glücksfeder gießen und düngen

Lass die Erde zwischen den Wassergaben komplett antrocknen, denn die Glücksfeder speichert Wasser in ihrem Rhizom. Im Sommer reicht Gießen etwa alle 1–2 Wochen, im Winter genügen sogar nur alle 3–4 Wochen. Staunässe solltest du unbedingt vermeiden, sie ist die häufigste Ursache für Probleme.

Lieber zu wenig als zu vielIm Zweifel wartest du mit dem Gießen lieber ein paar Tage länger. Die Glücksfeder verzeiht Trockenheit deutlich besser als nasse Füße.

Von März bis September düngst du alle 4 Wochen mit handelsüblichem Grünpflanzendünger in halber Konzentration. Im Winter wird nicht gedüngt.

Glücksfeder umtopfen und schneiden

Umgetopft wird alle 3–4 Jahre im Frühjahr, sobald das Rhizom den Topf vollständig ausgefüllt hat. Nimm dafür durchlässiges Substrat, zum Beispiel Blumenerde mit etwas Blähton oder Sand. Ein Rückschnitt ist nicht nötig, vergilbte oder beschädigte Blätter entfernst du einfach bodennah mit einer sauberen Schere.

Die Glücksfeder im Winter

Als Zimmerpflanze bleibt die Glücksfeder das ganze Jahr drinnen und sollte nie unter 15 °C stehen. Im Winter stellst du sie am besten etwas heller, gießt seltener, etwa alle 3–4 Wochen, und düngst gar nicht. So übersteht sie die dunklere Jahreszeit ohne Probleme.

Glücksfeder vermehren

Am einfachsten gelingt die Vermehrung über Blattstecklinge oder durch Teilung des Rhizoms beim Umtopfen.

  1. Blatt abtrennenSchneide ein gesundes Blatt samt kleinem Stielansatz ab.
  2. In Erde steckenSetze es in durchlässiges Substrat und halte es leicht feucht.
  3. Knöllchen abwartenÜber mehrere Monate bildet sich am Ansatz ein kleines Knöllchen mit Wurzeln.

Häufige Probleme und was hilft

Gelbe, welke Blätter

UrsacheMeist Staunässe durch zu häufiges Gießen, das zu Wurzel- oder Rhizomfäule führt.

Das hilftGießrhythmus reduzieren, Erde zwischen den Gaben antrocknen lassen, bei Fäulnisverdacht faule Rhizomteile entfernen und in frisches Substrat setzen.

Keine neuen Triebe, sehr langsames Wachstum

UrsacheZu dunkler Standort oder zu kalte Umgebung unter 15 °C.

Das hilftEinen helleren, aber sonnengeschützten Platz wählen und auf konstante Temperatur oberhalb von 15 °C achten.

Braune Blattspitzen

UrsacheTrockene Heizungsluft oder gelegentlich zu kaltes Gießwasser.

Das hilftLuftfeuchtigkeit leicht erhöhen, zimmerwarmes Wasser verwenden und Abstand zu Heizkörpern halten.

Pflegekalender

Umtopfen: März bis Mai
Düngen: März bis September
Winterruhe, weniger gießen: November bis Februar

Ist die Glücksfeder giftig?

Ja¹. Alle Pflanzenteile, also Blätter, Stängel und Rhizom, enthalten unlösliche Calciumoxalat-Kristalle im Pflanzensaft. Wird daran gekaut oder die Pflanze verletzt, werden diese Kristalle freigesetzt und reizen mechanisch: Speicheln, Pfoten-Reiben am Maul und Erbrechen bei Tieren, bei Menschen Brennen im Mund und Hautreizungen bei Kontakt mit dem Saft. Schwere Vergiftungen sind selten, da der brennende Geschmack meist schon nach dem ersten Biss stoppt.

  • Katzengiftig¹
  • Hundegiftig¹
  • Menschenleicht giftig¹

Stell die Glücksfeder trotzdem außer Reichweite von Kindern und Tieren, die gern an Pflanzen knabbern.

Schon gewusst?

  • Die Glücksfeder stammt ursprünglich aus Ostafrika, unter anderem aus Kenia und der Region um Sansibar.
  • Der Gattungsname Zamioculcas leitet sich von der Ähnlichkeit ihrer Blätter zur Gattung Zamia sowie von der Verwandtschaft zur Araceae-Gattung Colocasia ab.
  • In Europa wird die Pflanze erst seit Mitte der 1990er Jahre als Zimmerpflanze kultiviert und ist seitdem wegen ihrer Robustheit sehr beliebt.

Häufige Fragen zur Glücksfeder

Ist die Glücksfeder giftig für Katzen?

Ja, die Glücksfeder gilt als giftig für Katzen¹. Sie enthält Calciumoxalat-Kristalle, die beim Kauen Reizungen im Maul, Speicheln und Erbrechen auslösen können. Schwere Vergiftungen sind selten, da der brennende Geschmack Tiere meist nach dem ersten Biss stoppt. Bei Verdacht auf Verzehr solltest du dennoch eine Tierarztpraxis kontaktieren.

Wie oft muss ich die Glücksfeder gießen?

Erst gießen, wenn die Erde komplett trocken ist: im Sommer etwa alle 1–2 Wochen, im Winter alle 3–4 Wochen. Sie speichert Wasser im Rhizom und verträgt Trockenheit deutlich besser als Staunässe.

Wie groß wird eine Glücksfeder?

Im Topf erreicht sie 60–100 cm, bei optimalen Bedingungen auch mehr. Sie wächst dabei aufrecht und buschig.

Ist die Glücksfeder winterhart?

Nein, sie sollte ganzjährig bei mindestens 15 °C im Haus bleiben. In Mitteleuropa übersteht sie keinen Aufenthalt im Freien während der kalten Jahreszeit.

Warum bekommt meine Glücksfeder gelbe Blätter?

Gelbe Blätter deuten meist auf zu häufiges Gießen und Staunässe hin, die zu Wurzelfäule führen kann. Achte auf einen Topf mit Abzugsloch und lass die Erde zwischen den Gaben gut durchtrocknen.

Wie viel Licht braucht eine Glücksfeder?

Sie bevorzugt einen hellen bis halbschattigen Standort ohne direkte Mittagssonne, kommt aber auch mit schattigeren Räumen zurecht und wächst dort nur etwas langsamer.

Auch interessant

Quellen: ask.extension.org (Giftigkeit für Katzen und Hunde) · twoleafgarden.com (Symptome und Wirkmechanismus) · 1a-garten-ammer.de (Herkunft, Mindesttemperatur) · palmenmann.de (Pflegehinweise Standort, Düngung, Substrat)

¹ Alle Angaben zu Eigenschaften, Pflege und Giftigkeit nach bestem Wissen und Gewissen, jedoch ohne Gewähr (Quelle u. a. ASPCA). Leben Kinder oder Haustiere bei dir, informiere dich im Zweifel zusätzlich, z. B. bei deiner Tierarztpraxis.

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