Glanzmispel Pflege & Steckbrief
Photinia × fraseri · Rote Glanzmispel, Red Robin
Die Glanzmispel (Photinia × fraseri), auch Rote Glanzmispel oder Red Robin genannt, ist eine Hybride aus zwei ostasiatischen Arten und zählt zu den beliebtesten immergrünen Pflanzen im Garten. Sie mag volle Sonne bis Halbschatten mit 4–6 Stunden Licht täglich, wird mäßig gegossen und ist bis etwa −15 °C winterhart. Als Hecke erreicht sie 150–200 cm, als Solitär bis zu 300 cm Höhe.
„Schneid mich ruhig zurück – danach treibe ich wieder knallrot aus, das ist mein kleiner Partytrick. Nur bitte nicht in den Schatten stellen, sonst bleib ich stur grün.“Deine Glanzmispel
Pflege auf einen Blick
- LichtVolle Sonne bis Halbschatten, 4–6 Std. Sonne
- GießenMittel, bei Trockenheit zusätzlich wässern
- PflegeLeicht
- WinterhärteGarten, winterhart bis ca. −15 °C
- BlüteApril bis Juni
- HaustiereGiftig für Katzen und Hunde¹
Glanzmispel-Steckbrief
- Weitere Namen
- Rote Glanzmispel, Red Robin, Christmas Berry, Fraser's Photinia
- Herkunft
- Hybride aus Photinia glabra und Photinia serratifolia, beide ursprünglich aus Ostasien; die Kreuzung selbst entstand in Kultur
- Wuchs
- Aufrecht, buschig, immergrün
- Endhöhe
- 150–300 cm (als Hecke meist 150–200 cm, als Solitär bis 300 cm)
- Winterhärte
- Bedingt winterhart bis ca. −15 °C (USDA-Zone 7)
- Boden
- Humos, durchlässig, leicht sauer bis neutral; Staunässe vermeiden
- Blütezeit
- April bis Juni
- Pflanzzeit
- März, April, September, Oktober
- Lebensdauer
- Mehrjährig
- Giftigkeit
- Giftig für Katzen und Hunde, leicht giftig für Menschen¹
Als Hecke reicht sie dir über den Kopf, als Solitär wird sie deutlich größer als du.
So kommt sie bei uns an

Glanzmispel ‚Carre Rouge' · 6 Größen 
Glanzmispel ‚Red Robin' · 5 Größen 
Glanzmispel ‚Little Red Robin' · 5 Größen
Glanzmispel-Arten im Überblick
Die Glanzmispel wird meist in zwei Wuchsformen angeboten: als kompakte Heckenpflanze und als größerer Strauch oder Hochstamm.
| Art | Höhe | Blüte/Wuchs | Winterhärte/Licht |
|---|---|---|---|
| Glanzmispel, Hecke (P. × fraseri) | 150–300 cm | April–Juni, aufrecht, buschig | bedingt winterhart, volle Sonne bis Halbschatten |
| Glanzmispel, Strauch/Hochstamm (P. × fraseri) | 1–2 m (Kübel), als Strauch 2–5 m | April–Mai, aufrecht, buschig | bedingt winterhart, volle Sonne bis Halbschatten |
Der richtige Standort für die Glanzmispel
Die Glanzmispel zeigt ihren kräftigen roten Austrieb vor allem an einem sonnigen bis halbschattigen, möglichst windgeschützten Platz mit mindestens 4–6 Stunden Sonne täglich. Je mehr Licht sie bekommt, desto intensiver fällt die Rotfärbung der jungen Blätter aus.
- Volle Sonne (passt)
- Hell
- Halbschatten (passt)
- Schatten
Der Boden sollte humos, durchlässig und leicht sauer bis neutral sein, Staunässe verträgt die Glanzmispel nicht gut. Gepflanzt wird im März, April, September oder Oktober.
Glanzmispel gießen und düngen
In den ersten 1–2 Standjahren gießt du die Glanzmispel regelmäßig, danach kommt sie meist mit den natürlichen Niederschlägen aus. Bei längerer Trockenheit im Sommer wässerst du zusätzlich. Staunässe solltest du in jedem Fall vermeiden.
Fingerprobe hilftFühlt sich die obere Erdschicht trocken an, ist Gießzeit. Bei feuchter Erde wartest du lieber noch ein paar Tage.
Gedüngt wird im März oder April mit organischem Langzeitdünger oder Hornspänen, bei Bedarf folgt im Frühsommer eine zweite Gabe.
Glanzmispel schneiden
Der Hauptschnitt erfolgt im März oder April vor dem Austrieb, optional kannst du im Spätsommer noch einmal leicht nachschneiden. Die Glanzmispel verträgt Rückschnitt sehr gut und treibt danach erneut leuchtend rot aus.
Die Glanzmispel überwintern
An geschützten Standorten im Freiland ist die Glanzmispel meist ohne zusätzlichen Schutz winterhart bis etwa −15 °C. Junge Pflanzen und Exemplare im Kübel sind empfindlicher und sollten mit Vlies oder Mulch vor starkem Frost und Wind geschützt werden. Im Winter zeigt sie ihr dunkelgrünes Laub ohne frischen roten Austrieb, erst nach dem Rückschnitt im Frühjahr treibt sie wieder kräftig rot aus.
Glanzmispel vermehren
Die Vermehrung gelingt über halbreife Stecklinge im Spätsommer.
- Stecklinge schneidenSchneide im Spätsommer halbreife Triebe ab.
- SteckenSetze die Stecklinge in durchlässiges, leicht feuchtes Substrat.
- Bewurzeln lassenHalte sie an einem hellen Platz gleichmäßig leicht feucht, bis sie anwurzeln.
Häufige Probleme und was hilft
Braune oder schwarze Flecken auf den Blättern
UrsachePilzkrankheit (Blattfleckenkrankheit), begünstigt durch hohe Luftfeuchtigkeit und dichten Stand.
Das hilftBefallene Blätter entfernen, für Luftzirkulation sorgen und nicht über die Blätter gießen.
Zurückfrierende Triebspitzen im Winter
UrsacheStarker Frost unterhalb der Winterhärtegrenze oder ein ungeschützter, windiger Standort.
Das hilftWinterschutz mit Vlies anbringen, windgeschützten Standort wählen und abgestorbene Triebe im Frühjahr zurückschneiden.
Wenig roter Austrieb, überwiegend grüne Blätter
UrsacheZu schattiger Standort oder fehlender Rückschnitt.
Das hilftSonnigeren Platz wählen und regelmäßig zurückschneiden, denn der neue Austrieb zeigt die typische Rotfärbung.
Pflegekalender
Ist die Glanzmispel giftig?
Für Katzen und Hunde ja¹. Vor allem Beeren und Samen enthalten cyanogene Glykoside, aus denen Blausäure freigesetzt wird, in geringerem Maße auch die Blätter. Blüten gelten als weitgehend unbedenklich. Bei Verzehr größerer Mengen können Magen-Darm-Beschwerden wie Erbrechen und Durchfall auftreten, schwere Vergiftungen sind aber selten, da meist nur geringe Mengen aufgenommen werden. Hautkontakt mit Blättern oder beim Schnitt löst normalerweise keine Reizungen aus.
- Katzengiftig¹
- Hundegiftig¹
- Menschenleicht giftig¹
Stell die Glanzmispel trotzdem außer Reichweite von Kindern und Tieren, die gern an Beeren knabbern.
Schon gewusst?
- Photinia × fraseri ist eine Hybride aus Photinia glabra und Photinia serratifolia, die ursprünglich aus Ostasien stammen.
- Der englische Name „Christmas Berry“ bezieht sich auf die roten Beeren, die im Winter an der Pflanze hängen bleiben können.
- Die namensgebende Sortengruppe 'Red Robin' ist nach der leuchtend roten Farbe der jungen Blätter benannt, die nach dem Austrieb allmählich zu dunklem Grün nachreifen.
Häufige Fragen zur Glanzmispel
Ist die Glanzmispel giftig für Katzen und Hunde?
Ja¹, sie gilt als giftig für Katzen und Hunde. Vor allem Beeren und Samen enthalten cyanogene Glykoside, die Erbrechen oder Durchfall auslösen können. Stell sie außerhalb der Reichweite deiner Tiere.
Wie oft muss die Glanzmispel gegossen werden?
In den ersten 1–2 Standjahren regelmäßig, danach nur bei längerer Trockenheit zusätzlich. Staunässe solltest du vermeiden.
Wie groß wird die Glanzmispel?
Als Hecke meist 150–200 cm, als Solitär kann sie bis zu 300 cm hoch werden.
Wie winterhart ist die Glanzmispel und wann schneidet man sie?
Sie ist bedingt winterhart bis etwa −15 °C. Der Hauptschnitt erfolgt im März oder April vor dem Austrieb, ein zweiter leichterer Schnitt ist im Spätsommer möglich.
Warum bekommt die Glanzmispel braune Flecken auf den Blättern?
Meist ist eine Pilzkrankheit die Ursache, begünstigt durch feuchte Witterung und dichten Stand. Befallene Blätter entfernst du und sorgst für mehr Luftzirkulation.
Wie viele Pflanzen braucht man für einen laufenden Meter Hecke?
Üblich sind 3 bis 6 Pflanzen pro laufendem Meter, abhängig von der gewünschten Dichte und der Ausgangsgröße der Pflanzen.
Auch interessant
Quellen: plantura.garden (Winterhärte, Giftigkeit) · heckenmeister.com (Giftigkeit für Hunde, Katzen und Menschen) · bohlken-baumschulen.de (Hautverträglichkeit, Vergiftungssymptome bei Haustieren) · Missouri Botanical Garden (USDA-Winterhärtezone, Standortansprüche, Krankheiten)
¹ Alle Angaben zu Eigenschaften, Pflege und Giftigkeit nach bestem Wissen und Gewissen, jedoch ohne Gewähr (Quelle u. a. ASPCA). Leben Kinder oder Haustiere bei dir, informiere dich im Zweifel zusätzlich, z. B. bei deiner Tierarztpraxis.






