Ficus Pflege & Steckbrief
Ficus lyrata · Leierfeige, Fiddle Leaf Fig
Die Geigenfeige (Ficus lyrata), auch Leierfeige oder Fiddle Leaf Fig genannt, stammt aus den tropischen Regenwäldern Westafrikas und zählt zu den beliebtesten großen Zimmerpflanzen. Sie mag es hell bis halbschattig ohne direkte Mittagssonne, wird mäßig gegossen, sobald die Erde oben angetrocknet ist, und braucht mindestens 15 °C. Als Zimmerpflanze wird sie meist 1,5–3 m hoch und wächst aufrecht und buschig.
„Stell mich hin, lass mich stehen und gieß erst, wenn die oberen 3–5 cm Erde trocken sind. Umstellen quittiere ich mit Blattfall.“Deine Geigenfeige
Pflege auf einen Blick
- LichtHell, ohne direkte Mittagssonne
- GießenMittel, wenn die Erde oben angetrocknet ist
- PflegeMittel
- TemperaturInnen, nicht unter 15 °C
- Gut fürStatement-Pflanze, Anfänger, wenig Licht
- HaustiereGiftig für Katzen und Hunde¹
Geigenfeige-Steckbrief
- Weitere Namen
- Leierfeige, Fiddle Leaf Fig, Geigen-Feigenbaum, Leierblättriger Gummibaum
- Herkunft
- Tropische Regenwälder Westafrikas (u. a. Sierra Leone bis Kamerun)
- Wuchs
- Aufrecht, buschig, immergrün
- Endhöhe
- Als Zimmerpflanze meist 1,5–3 m, am Naturstandort Baum bis zu 12–15 m
- Temperatur
- Nicht winterhart, mindestens 15 °C, ideal 18–24 °C
- Erde
- Durchlässige, humusreiche Zimmerpflanzenerde
- Lebensdauer
- Mehrjährig
- Giftigkeit
- Giftig für Katzen und Hunde, leicht giftig für Menschen¹
Als Solitärpflanze wächst sie dir locker über den Kopf.
So kommt sie bei uns an

75 cmTopf 17 cm · 17 Größen 
Ø 6 cm · 4 Größen 
30 cmTopf 12 cm · 2 Größen
Ficus-Arten im Überblick
Unter „Ficus“ werden mehrere beliebte Zimmerpflanzen-Arten geführt. Die Geigenfeige besticht durch ihre großen, geigenförmigen Blätter, andere Arten wie die Birkenfeige oder der Gummibaum sind filigraner oder kompakter.
| Art | Höhe | Blüte/Wuchs | Winterhärte/Licht |
|---|---|---|---|
| Geigenfeige (F. lyrata) | 1,5–3 m | Aufrecht, buschig | Nicht winterhart, Halbschatten |
| Birkenfeige (F. benjamina) | 100–250 cm | Aufrecht, buschig | Nicht winterhart, Halbschatten |
| Ginseng-Feige (F. microcarpa) | 30–110 cm | Aufrecht, kompakt | Nicht winterhart, Halbschatten |
| Bengalische Feige (F. benghalensis) | 1,5–3 m | Aufrecht, buschig | Nicht winterhart, Halbschatten/Sonne |
| Gummibaum (F. elastica) | 1–3 m | Aufrecht | Nicht winterhart, Halbschatten |
| Afrikanischer Feigenbaum (F. cyathistipula) | 1–2,5 m | Aufrecht, buschig | Nicht winterhart, Halbschatten |
| Feige (F. carica) | 2–4 m | Juni bis September, aufrecht, buschig | Bedingt winterhart, Sonne/Halbschatten |
| Ficus Umbellata | 100–200 cm | Aufrecht | Nicht winterhart, Halbschatten |
Der richtige Standort für die Geigenfeige
In ihrer Heimat wächst die Geigenfeige oft zunächst als Epiphyt in Astgabeln, bevor sie über Luftwurzeln den Boden erreicht und einen eigenen Stamm bildet. Im Zimmer braucht sie deshalb einen hellen bis halbschattigen Platz ohne direkte Mittagssonne, zum Beispiel in der Nähe eines Ost- oder Westfensters.
- Volle Sonne
- Hell
- Halbschatten (passt)
- Schatten
Die Temperatur sollte ganzjährig zwischen 18 und 24 °C liegen, im Winter nicht unter 15 °C fallen. Zugluft und häufige Standortwechsel mag sie gar nicht, sie quittiert beides schnell mit Blattfall. Ein fester, heller Platz ist ihr deshalb lieber als wechselnde Ecken.
Geigenfeige gießen und düngen
Gieß die Geigenfeige mäßig, sobald die oberen 3–5 cm der Erde angetrocknet sind. Im Winter wächst sie langsamer und braucht entsprechend seltener Wasser. Staunässe solltest du unbedingt vermeiden, da sie schnell zu Wurzelfäule führt.
Fingerprobe statt KalenderSteck einen Finger in die Erde. Fühlt sie sich in den oberen Zentimetern noch feucht an, wartest du lieber noch ein paar Tage mit dem Gießen.
Gedüngt wird von März bis September alle 2–4 Wochen mit einem Grünpflanzendünger. Im Winter verzichtest du komplett auf Dünger.
Geigenfeige umtopfen und schneiden
Junge Pflanzen topfst du jährlich im Frühjahr um, ältere Exemplare alle 2–3 Jahre. Verwende einen nur wenig größeren Topf mit Abzugsloch und durchlässige, humusreiche Zimmerpflanzenerde. Ein Rückschnitt zur Formgebung ist bei Bedarf im Frühjahr möglich, dabei sondern die Schnittstellen Milchsaft ab, den du am besten mit einem feuchten Tuch abwischst.
Die Geigenfeige im Winter
Als Zimmerpflanze bleibt die Geigenfeige das ganze Jahr drinnen. Halte sie im Winter hell und warm bei mindestens 15 °C und reduziere die Gießmenge. Eine Fensterbank mit kalter Zugluft solltest du vermeiden, da sie darauf empfindlich reagiert.
Geigenfeige vermehren
Die Vermehrung gelingt über Kopfstecklinge oder Blattstecklinge mit Luftwurzeln, am besten in der warmen Jahreszeit.
- Steckling schneidenSchneide einen Kopfsteckling oder ein Blatt mit Luftwurzel ab.
- Bewurzeln lassenStell den Steckling an einen hellen, warmen Platz ohne pralle Sonne.
- EintopfenHaben sich Wurzeln gebildet, setzt du den Steckling in durchlässige Zimmerpflanzenerde.
Häufige Probleme und was hilft
Braune Flecken auf den Blättern
UrsacheMeist Überwässerung, Staunässe oder zu kaltes Gießwasser.
Das hilftGießrhythmus reduzieren, auf gute Drainage achten, lauwarmes Wasser verwenden.
Blattfall bei unteren Blättern
UrsacheStandortwechsel, Zugluft oder Lichtmangel.
Das hilftFesten, hellen Standort ohne häufige Veränderung wählen, Zugluft vermeiden.
Hängende, schlaffe Blätter
UrsacheZu trockener oder zu nasser Wurzelballen.
Das hilftFeuchtigkeit des Substrats prüfen und Gießverhalten anpassen.
Staub auf den großen Blättern
UrsacheNatürliche Ablagerung durch die großen, glatten Blattflächen.
Das hilftBlätter regelmäßig mit einem feuchten Tuch abwischen.
Pflegekalender
Ist die Geigenfeige giftig?
Ja¹. Laut ASPCA gilt die Geigenfeige als mild giftig für Katzen und Hunde, für Menschen als leicht giftig. Der Milchsaft in Blättern und Stängeln enthält Ficin und Psoralen sowie unlösliche Calciumoxalat-Kristalle. Bei Kontakt oder Verzehr kann es zu Reizungen der Mundschleimhaut, vermehrtem Speichelfluss, Erbrechen oder Durchfall kommen. Hautkontakt mit dem Milchsaft kann zudem Hautreizungen verursachen.
- Katzengiftig¹
- Hundegiftig¹
- Menschenleicht giftig¹
Meist bleiben die Symptome mild und klingen von selbst wieder ab. Stell die Pflanze trotzdem außer Reichweite von Kindern und Tieren, die gern an Blättern knabbern.
Schon gewusst?
- Der Artname „lyrata“ leitet sich vom lateinischen Wort für Leier (lyra) ab, da die Blattform an dieses Instrument erinnert.
- Ficus lyrata ist eine der bekanntesten Zimmerpflanzen weltweit und wurde in den 2020er-Jahren zu einer vielfotografierten Pflanze in Einrichtungsmagazinen und auf Social Media.
- In ihrer natürlichen Umgebung beginnt Ficus lyrata häufig als Epiphyt in den Astgabeln anderer Bäume, bevor sie über Luftwurzeln den Boden erreicht und einen eigenen Stamm bildet.
Häufige Fragen zur Geigenfeige
Ist die Geigenfeige giftig für Katzen?
Ja, die Geigenfeige gilt laut ASPCA als mild giftig für Katzen. Der Milchsaft enthält Ficin, Psoralen und unlösliche Calciumoxalat-Kristalle, die bei Kontakt oder Verzehr Reizungen im Mund, Speichelfluss oder Erbrechen auslösen können. Meist bleiben die Symptome mild und klingen von selbst ab, dennoch sollte die Pflanze außer Reichweite von Katzen stehen.
Wie oft muss ich die Geigenfeige gießen?
Mäßig gießen, sobald die oberen 3–5 cm Erde angetrocknet sind, im Winter seltener. Staunässe solltest du unbedingt vermeiden, da sie schnell zu Wurzelfäule führt.
Wie groß wird die Geigenfeige?
Als Zimmerpflanze meist 1,5–3 m hoch. Am Naturstandort wächst sie als Baum bis zu 12–15 m hoch.
Wie überwintert man die Geigenfeige?
Hell und warm bei mindestens 15 °C halten und die Gießmenge reduzieren. Eine Fensterbank mit kalter Zugluft solltest du vermeiden.
Warum bekommt meine Geigenfeige braune Flecken?
Meist liegt es an Überwässerung, Staunässe oder zu kaltem Gießwasser. Gießrhythmus reduzieren, auf gute Drainage achten und lauwarmes Wasser verwenden hilft meist.
Ist die Geigenfeige für Anfänger geeignet?
Ja, mit einem gleichbleibenden hellen Standort und mäßigem Gießen kommt die Geigenfeige auch bei Einsteigern gut zurecht. Wichtig ist vor allem, Standortwechsel und Staunässe zu vermeiden.
Auch interessant
Quellen: ASPCA (Giftigkeit für Katzen und Hunde) · baumkunde.de (Herkunft, Mindesttemperatur im Winter) · scaperia.com (Epiphytisches Wachstum, Namensherkunft „lyrata“)
¹ Alle Angaben zu Eigenschaften, Pflege und Giftigkeit nach bestem Wissen und Gewissen, jedoch ohne Gewähr (Quelle u. a. ASPCA). Leben Kinder oder Haustiere bei dir, informiere dich im Zweifel zusätzlich, z. B. bei deiner Tierarztpraxis.






