Feigenbaum

Feigenbaum Pflege & Steckbrief

Ficus carica · Feigenbaum, Echte Feige

Zuletzt geprüft: Oktober 2026

Die Feige (Ficus carica), auch Feigenbaum oder Echte Feige genannt, stammt aus Vorderasien und dem östlichen Mittelmeerraum und zählt zu den ältesten Kulturpflanzen der Menschheit. Sie mag es sonnig bis halbschattig, wird gegossen, sobald die obere Erde abgetrocknet ist, und ist im Beet bedingt winterhart bis etwa −15 °C. Im Freiland wird sie 2–4 m hoch, im Kübel bleibt sie meist kompakter.

„Lass mich im Frühjahr vor dem Austrieb in Form schneiden, dann zeig ich dir im Sommer, was ich kann. Zu viel Wasser mag ich gar nicht.“Deine Feige

Pflege auf einen Blick

  • LichtVolle Sonne bis Halbschatten
  • GießenMittel, wenn die obere Erde abgetrocknet ist
  • PflegeLeicht
  • WinterhärteBedingt, bis ca. −15 °C
  • BlüteJuni bis September
  • HaustiereGiftig für Katzen und Hunde¹

Feigen-Steckbrief

Ficus caricaMaulbeergewächse (Moraceae)
Weitere Namen
Feigenbaum, Echte Feige, Common Fig
Herkunft
Vorderasien / östlicher Mittelmeerraum
Wuchs
Aufrecht, buschig
Endhöhe
2–4 m im Freiland (sortenabhängig), im Kübel meist niedriger gehalten
Winterhärte
Bedingt winterhart bis ca. −15 °C, Zone 7b-8
Boden
Tiefgründig, nährstoffreich und durchlässig, Staunässe vermeiden
Blütezeit
Juni bis September
Pflanzzeit
März bis Mai und September bis Oktober
Lebensdauer
Mehrjährig
Giftigkeit
Giftig für Katzen und Hunde, für Menschen leicht giftig¹

Im Freiland wächst sie dir schnell über den Kopf, im Kübel bleibt sie kompakter.

So kommt sie bei uns an

  • Feige ‚Little Miss Figgy' – Ficus carica
    50 cmTopf 15 cm · 3 Größen
  • Feigenbaum – Ficus carica
    Feigenbaum · 3 Größen
  • Feige ‚Rouge de Bordeaux' – Ficus carica
    Feige ‚Rouge de Bordeaux'

Der richtige Standort für die Feige

Die Feige stammt von warmen, sonnigen Hängen am Mittelmeer und will es im Garten ähnlich: sonnig bis halbschattig und windgeschützt. Im Freiland ist eine warme Südwand ideal, als Kübelpflanze eignet sich auch eine sonnige Terrasse oder ein heller Wintergarten.

  • Volle Sonne (passt)
  • Hell
  • Halbschatten (passt)
  • Schatten

Der Boden sollte tiefgründig, nährstoffreich und durchlässig sein, leicht kalkhaltige bis lehmige Böden verträgt sie gut. Staunässe mag sie dagegen gar nicht. Gepflanzt wird von März bis Mai oder von September bis Oktober.

Feige gießen und düngen

Von April bis September gießt du die Feige regelmäßig, sobald die obere Erdschicht abgetrocknet ist. Im Winter wirft sie ihre Blätter ab und braucht dann nur noch minimal Wasser, damit der Wurzelballen nicht vollständig austrocknet.

Gedüngt wird von April bis Juli alle 4 Wochen mit einem kaliumbetonten Obstbaumdünger. Ab August wird nicht mehr gedüngt, damit das Holz vor dem Winter ausreifen kann.

Feige schneiden

Der Rückschnitt erfolgt im zeitigen Frühjahr, im Februar oder März, vor dem Austrieb. So erhältst du die Form und entfernst zu dicht stehende Triebe. Kübelpflanzen topfst du zusätzlich alle 2–3 Jahre im Frühjahr in ein etwas größeres Gefäß um.

Die Feige im Winter

Junge Pflanzen und Kübelexemplare schützt du bei Temperaturen unter etwa −10 °C mit Vlies oder Mulch. Ältere, gut eingewachsene Bäume vertragen je nach Sorte bis zu −15 °C. Kübelpflanzen kannst du auch hell-kühl bei 0–10 °C in Garage oder Keller überwintern.

Feige vermehren

Am einfachsten gelingt die Vermehrung über Stecklinge aus einjährigem Holz, im Winter oder zeitigen Frühjahr geschnitten:

  1. Steckling schneidenSchneide ein Stück einjähriges Holz ab.
  2. SteckenSetze den Steckling direkt in durchlässiges Substrat.
  3. WartenHalte die Erde leicht feucht, bis sich neue Wurzeln und Triebe bilden.

Häufige Probleme und was hilft

Blätter werden gelb und fallen ab

UrsacheZu viel oder zu wenig Wasser, ein Standortwechsel oder beginnende Winterruhe im Herbst.

Das hilftGießverhalten an die Jahreszeit anpassen und prüfen, ob die Erde zwischen den Wassergaben abtrocknen kann; im Herbst ist Laubfall normal.

Früchte reifen nicht aus

UrsacheZu wenig Sonne, zu kurze oder zu kühle Vegetationsperiode.

Das hilftSonnigeren, wärmeren Standort wählen und überzählige späte Fruchtansätze entfernen.

Frostschäden an Trieben

UrsacheUngeschützter Standort bei strengem Frost, besonders bei Jungpflanzen.

Das hilftJungpflanzen und Kübelfeigen im Winter mit Vlies, Mulch oder Reisig schützen beziehungsweise an einen frostfreien Ort stellen.

Pflegekalender

Pflanzen: März bis Mai und September bis Oktober
Blüte: Juni bis September
Schneiden: Februar bis März
Kübel schützen: Dezember bis Februar

Ist die Feige giftig?

Für Katzen und Hunde ja¹. Laut ASPCA gilt die Feige als giftig für beide. Der Milchsaft in Blättern, Stängeln und unreifen Früchten enthält Ficin und Psoralene (Ficusin). Hautkontakt mit dem Saft kann Reizungen und eine phototoxische Dermatitis verursachen, bei Verzehr durch Tiere können Speicheln, Erbrechen und Durchfall auftreten.

  • Katzengiftig¹
  • Hundegiftig¹
  • Menschenleicht giftig¹

Reife Feigenfrüchte selbst sind ein bekanntes Nahrungsmittel, der Pflanzensaft kann aber auch bei Menschen Hautreizungen auslösen. Halte die Pflanze trotzdem außer Reichweite von Kindern und Tieren, die gern an Blättern knabbern.

Schon gewusst?

  • Ficus carica stammt ursprünglich aus Vorderasien und dem östlichen Mittelmeerraum und zählt zu den ältesten Kulturpflanzen der Menschheit.
  • Die eigentliche Blüte der Feige liegt im Inneren der späteren Frucht versteckt, weshalb die sichtbare Feige botanisch kein echtes Obst, sondern ein verwachsener Blütenstand ist.
  • Der milchige Pflanzensaft enthält Ficin und Psoralene, die bei Hautkontakt in Kombination mit Sonnenlicht Reizungen auslösen können.

Häufige Fragen zur Feige

Ist die Feige giftig für Katzen?

Ja, die ASPCA listet Ficus-Arten einschließlich der Feige als giftig für Katzen¹. Der milchige Pflanzensaft in Blättern und Stängeln enthält Ficin und Psoralene, die Haut- und Magen-Darm-Reizungen auslösen können.

Wie oft muss die Feige gegossen werden?

In der Wachstumszeit von April bis September wird gegossen, sobald die obere Erdschicht abgetrocknet ist. Im Winter während der Laubruhe reicht gelegentliches, sparsames Gießen.

Wie groß wird eine Feige?

Im Freiland wird sie je nach Sorte 2–4 m hoch, im Kübel bleibt sie meist niedriger.

Ist die Feige winterhart?

Ältere, gut eingewachsene Feigenbäume vertragen je nach Sorte Temperaturen bis etwa −15 °C, junge Pflanzen sind deutlich frostempfindlicher. In rauen Lagen oder im Kübel empfiehlt sich ein Winterschutz.

Warum bekommt die Feige braune oder gelbe Blätter?

Meist liegt die Ursache in falschem Gießverhalten, also Staunässe oder zu starker Trockenheit. Im Herbst ist der Laubabwurf vor der Winterruhe ein normaler Vorgang.

Kann man die Feige im Kübel halten?

Ja, die Feige eignet sich gut für die Kübelhaltung auf sonniger Terrasse oder Balkon. Im Kübel bleibt sie kompakter und sollte alle 2–3 Jahre umgetopft sowie im Winter vor starkem Frost geschützt werden.

Auch interessant

Quellen: ASPCA (Giftigkeit für Katzen, Hunde und Pferde) · waldosfriends.org (Hintergrund zu Ficin/Ficusin und Symptomen bei Tieren) · exotengaertner.de (Winterhärte und Frosttoleranz) · intratuin.de (Allgemeine Pflegeangaben)

¹ Alle Angaben zu Eigenschaften, Pflege und Giftigkeit nach bestem Wissen und Gewissen, jedoch ohne Gewähr (Quelle u. a. ASPCA). Leben Kinder oder Haustiere bei dir, informiere dich im Zweifel zusätzlich, z. B. bei deiner Tierarztpraxis.

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