Clematis Pflege & Steckbrief
Clematis · Clematis, Virgin's Bower
Die Waldrebe (Clematis) ist ein kletternder, mehrjähriger Halbstrauch aus den gemäßigten Gebieten Eurasiens und Nordamerikas, mit Schwerpunkt in den Gebirgsregionen Asiens, und zählt zu den beliebten winterharten Pflanzen. Sie mag es sonnig bis halbschattig, wobei die Wurzeln beschattet und die Krone sonnig stehen sollten, und braucht gleichmäßig feuchte Erde. Je nach Sorte wird sie 0,6 bis 8 m hoch und ist im Garten bis etwa −20 °C winterhart.
„Füße im Schatten, Kopf in der Sonne – so mag ich's am liebsten. Gleichmäßig feucht halten, dann ranke ich dir bis in den Himmel.“Deine Waldrebe
Pflege auf einen Blick
- LichtSonnig bis halbschattig
- GießenMittel, gleichmäßig feucht halten
- PflegeMittel
- WinterhärteGarten/Kübel, winterhart bis ca. −20 °C
- BlüteMai bis September
- HaustiereGiftig für Katzen und Hunde¹
Waldrebe-Steckbrief
- Weitere Namen
- Clematis, Virgin's Bower, Leatherflower
- Herkunft
- Gemäßigte Gebiete Eurasiens und Nordamerikas, Schwerpunkt in Gebirgsregionen Asiens (v. a. China, Japan)
- Wuchs
- Kletternd, rankend
- Endhöhe
- Je nach Sorte 0,6–8 m (Kletterhöhe)
- Winterhärte
- Z4–Z7 je nach Art/Sorte, gängige Gartenhybriden meist bis ca. −20 °C
- Boden
- Durchlässig, nährstoffreich, gleichmäßig feucht; Wurzeln bevorzugt beschattet, Krone sonnig
- Blütezeit
- Mai bis September
- Pflanzzeit
- März, April, September, Oktober
- Lebensdauer
- Mehrjährig
- Giftigkeit
- Giftig für Katzen und Hunde, für Menschen leicht giftig¹
An der Rankhilfe wächst sie dir weit über den Kopf hinaus.
So kommt sie bei uns an

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Waldrebe-Arten im Überblick
Unter dem Namen „Waldrebe“ werden zahlreiche Clematis-Arten angeboten, die sich in Höhe, Blütezeit und Winterhärte unterscheiden.
| Art | Höhe | Blüte/Wuchs | Winterhärte/Licht |
|---|---|---|---|
| Waldrebe (Clematis) | 0,6–8 m | Mai bis September, kletternd | Ja, Sonne/Halbschatten |
| Berg-Waldrebe (Clematis montana) | 4–10 m | Mai bis Juni, kletternd | Bedingt, Sonne/Halbschatten |
| Italienische Waldrebe (Clematis viticella) | 3–4 m | Juni bis September, kletternd | Ja, Sonne/Halbschatten |
| Immergrüne Waldrebe (Clematis armandii) | 3–5 m | Februar bis Mai, kletternd | Bedingt, Sonne/Halbschatten |
| Gold-Waldrebe (Clematis tangutica) | 3–4,5 m | Juni bis September, kletternd | Ja, Sonne/Halbschatten |
| Gewöhnliche Waldrebe (Clematis vitalba) | bis 10 m | Juni bis Oktober, kletternd | Ja, Sonne/Halbschatten |
Der richtige Standort für die Waldrebe
Die Waldrebe fühlt sich am wohlsten, wenn ihre Wurzeln im Schatten stehen und die Krone die Sonne erreicht – „Füße im Schatten, Kopf in der Sonne“. Ein sonniger bis halbschattiger, windgeschützter Platz an Rankhilfe, Zaun oder Pergola passt ihr gut.
- Volle Sonne (passt)
- Hell
- Halbschatten (passt)
- Schatten
Der Boden sollte durchlässig, nährstoffreich und gleichmäßig feucht sein. Decke den Wurzelbereich mit Mulch oder niedrigen Pflanzen ab, damit er beschattet bleibt. Gepflanzt wird im März/April oder September/Oktober.
Waldrebe gießen und düngen
Halte die Erde gleichmäßig feucht, besonders in den ersten Jahren nach der Pflanzung und bei Sommertrockenheit. Staunässe solltest du vermeiden, der Boden sollte durchlässig sein.
Gleichmäßig statt vielWichtiger als große Wassermengen ist eine gleichbleibende Feuchtigkeit. Eine Mulchschicht über den Wurzeln hilft, die Feuchtigkeit zu halten.
Gedüngt wird im März/April mit kompostreichem oder kalireichem Dünger, bei Bedarf noch einmal im Frühsommer. Im Herbst wird nicht mehr gedüngt.
Waldrebe schneiden
Der richtige Schnittzeitpunkt hängt von der Schnittgruppe ab: Frühblüher werden nach der Blüte leicht ausgelichtet, großblumige Hybriden im Spätwinter oder Frühjahr schwach zurückgeschnitten, spätblühende Arten im Februar oder März stark zurückgeschnitten.
Schnittgruppe beachtenSchneidest du zur falschen Zeit oder zu stark, fällt die nächste Blüte oft aus. Ermittle die Schnittgruppe deiner Sorte, bevor du zur Schere greifst.
Die Waldrebe überwintern
Die meisten Garten-Clematis sind in Mitteleuropa ohne besonderen Winterschutz winterhart. Jungpflanzen profitieren in den ersten Jahren von einer Mulchschicht über den Wurzeln.
| Standort | Frost | Das braucht sie |
|---|---|---|
| Im Beet | bis ca. −20 °C | Meist keinen Schutz, Mulchschicht bei Jungpflanzen |
| Im Kübel | empfindlicher | Wurzelschutz mit Vlies oder Jute, frostfreie, aber kühle Stelle |
Waldrebe vermehren
Am gängigsten ist die Vermehrung über Stecklinge im Sommer. Horstbildende Arten lassen sich auch teilen, Absenker sind eine weitere Möglichkeit.
- Steckling schneidenSchneide im Sommer einen halbreifen Trieb ab.
- SteckenSetze den Steckling in feuchte Anzuchterde.
- Bewurzeln lassenHell und leicht feucht halten, bis neue Triebe erscheinen.
Häufige Probleme und was hilft
Clematiswelke (plötzliches Absterben von Trieben)
UrsachePilzinfektion, meist Phoma clematidina, begünstigt durch Verletzungen am Stängel und feuchtwarme Witterung.
Das hilftBefallene Triebe bodennah zurückschneiden und entsorgen, auf gute Durchlüftung und tiefe Pflanzung achten, damit die Pflanze aus dem Boden neu austreiben kann.
Gelbe oder braune Blätter
UrsacheZu trockener oder zu nasser Wurzelbereich, Nährstoffmangel oder starke Sonneneinstrahlung auf die Wurzeln.
Das hilftWurzelbereich beschatten und mulchen, gleichmäßig gießen, im Frühjahr nachdüngen.
Wenig oder keine Blüte
UrsacheFalscher Rückschnitt zur falschen Zeit oder zu dunkler Standort.
Das hilftSchnittgruppe der Sorte ermitteln und entsprechend schneiden, sonnigeren Platz für die Triebspitzen wählen.
Pflegekalender
Ist die Waldrebe giftig?
Ja¹. Laut ASPCA gilt die Waldrebe als giftig für Katzen und Hunde, für Menschen als leicht giftig. Die gesamte Pflanze enthält beim Zerkauen oder Verletzen das Reizglykosid Protoanemonin, das Schleimhäute reizt. Typische Symptome sind Speichelfluss, Erbrechen und Durchfall. Hautkontakt mit dem Pflanzensaft kann Rötungen oder Reizungen verursachen.
- Katzengiftig¹
- Hundegiftig¹
- Menschenleicht giftig¹
Stell die Pflanze außer Reichweite von Kindern und Tieren, die gern an Blättern oder Stängeln knabbern.
Schon gewusst?
- Der Gattungsname Clematis leitet sich vom altgriechischen Wort klema für Sprossachse oder Rankentrieb ab, ein Verweis auf den kletternden Wuchs.
- Die Gattung umfasst etwa 300 Arten, die überwiegend in gemäßigten Gebieten Eurasiens und Nordamerikas verbreitet sind, mit einem Schwerpunkt in asiatischen Gebirgsregionen.
- Clematis gehört zur Familie der Hahnenfußgewächse (Ranunculaceae) und ist damit verwandt mit Anemonen und Hahnenfuß, was die Giftwirkung durch Protoanemonin erklärt.
Häufige Fragen zur Waldrebe
Ist die Waldrebe giftig für Katzen?
Ja, Waldrebe ist laut ASPCA giftig für Katzen.¹ Der Inhaltsstoff Protoanemonin reizt beim Kauen die Schleimhäute und kann Speichelfluss, Erbrechen und Durchfall auslösen.
Wie oft muss man die Waldrebe gießen?
Mittel: gleichmäßig feucht halten, besonders in den ersten Standjahren und bei Sommertrockenheit. Staunässe solltest du vermeiden.
Wie groß wird eine Waldrebe?
Je nach Sorte 0,6 bis 8 m Kletterhöhe, abhängig von Art und Wuchsbedingungen.
Wann schneidet man die Waldrebe zurück?
Das hängt von der Schnittgruppe ab: Frühblüher werden nach der Blüte ausgelichtet, spätblühende Sorten im Februar/März stark zurückgeschnitten.
Warum bekommt meine Waldrebe plötzlich braune, welke Triebe?
Häufigste Ursache ist die sogenannte Clematiswelke, ein Pilzbefall, der ganze Triebe absterben lässt. Betroffene Triebe solltest du bodennah abschneiden und entfernen, meist treibt die Pflanze aus dem Wurzelbereich neu aus.
Welche Waldrebe ist winterhart für den Garten?
Die meisten in Mitteleuropa angebotenen Garten-Clematis sind winterhart und vertragen Temperaturen bis etwa −20 °C ohne besonderen Schutz. Wildarten wie die Gewöhnliche Waldrebe sind besonders frosthart.
Auch interessant
Quellen: ASPCA (Giftigkeit für Katzen, Hunde, Pferde) · compo.de (Allgemeine Herkunft und Winterhärte verschiedener Arten) · gruener-daumen.at (Winterhärtezonen einzelner Clematis-Arten) · clematis-westphal.de (Herkunft der großblumigen Hybriden und Ursprungsarten)
¹ Alle Angaben zu Eigenschaften, Pflege und Giftigkeit nach bestem Wissen und Gewissen, jedoch ohne Gewähr (Quelle u. a. ASPCA). Leben Kinder oder Haustiere bei dir, informiere dich im Zweifel zusätzlich, z. B. bei deiner Tierarztpraxis.






