Bonsai Pflege & Steckbrief
Ficus microcarpa · Ficus Ginseng, Chinesische Feige
Die Ginseng-Feige (Ficus microcarpa), auch Ficus Ginseng oder Chinesische Feige genannt, ist ein kompakter Zimmerbonsai aus dem tropischen und subtropischen Asien sowie Australien und eine der gefragtesten pflegeleichten Zimmerpflanzen. Sie mag einen hellen Platz ohne direkte Mittagssonne, wird mäßig gegossen, wenn die oberen 2–3 cm Substrat angetrocknet sind, und braucht mindestens 12 °C. Als Zimmerbonsai wird sie meist 30–110 cm hoch und wächst aufrecht und kompakt.
„Stell mich hell hin und lass mich bloß stehen – ich hasse Umzüge mehr als Zugluft. Gieß mich erst, wenn die oberen 2–3 cm Erde trocken sind.“Deine Ginseng-Feige
Pflege auf einen Blick
- LichtHell, ohne direkte Mittagssonne
- GießenMittel, wenn die oberen 2–3 cm trocken sind
- PflegeLeicht
- TemperaturInnen, nicht unter 12 °C
- Gut fürAnfänger, wenig Licht, Schreibtisch
- HaustiereGiftig für Katzen und Hunde¹
Ginseng-Feige-Steckbrief
- Weitere Namen
- Ficus Ginseng, Chinesische Feige, Lorbeerfeige, Indischer Lorbeer
- Herkunft
- Tropisches und subtropisches Asien sowie Australien
- Wuchs
- Aufrecht, kompakt, immergrün
- Endhöhe
- Als Zimmerbonsai meist 30–110 cm
- Temperatur
- Nicht winterhart, mindestens 12 °C
- Erde
- Durchlässiges, humoses Substrat, keine Staunässe
- Lebensdauer
- Mehrjährig
- Giftigkeit
- Giftig für Katzen und Hunde, leicht giftig für Menschen¹
Vom kleinen Schreibtisch-Bonsai bis zur Statement-Pflanze in der Ecke.
So kommt sie bei uns an

Ø 6 cm · 4 Größen 
40 cmTopf 17 cm · 2 Größen 
Chinesische Feige ‚Moclame'
Der richtige Standort für die Ginseng-Feige
In ihrer Heimat wächst die Ginseng-Feige im lichten Schatten großer Bäume. Im Zimmer fühlt sie sich an einem hellen Platz ohne direkte Mittagssonne am wohlsten, zum Beispiel 1–2 m von einem Süd- oder Ostfenster entfernt.
- Volle Sonne
- Hell
- Halbschatten (passt)
- Schatten
Ganzjährig sollte die Temperatur nicht unter 12 °C fallen, ideal sind konstante 15–22 °C. Zugluft und häufige Standortwechsel verträgt sie schlecht, denn sie reagiert empfindlich auf Veränderungen und wirft dann gern Blätter ab.
Ginseng-Feige gießen und düngen
Gieß mäßig, wenn die oberen 2–3 cm des Substrats angetrocknet sind. Im Sommer ist das meist alle 6–8 Tage der Fall, im Winter seltener. Staunässe im Topf solltest du unbedingt vermeiden, denn sie führt schnell zu Wurzelfäule.
Fingerprobe statt KalenderSteck einen Finger in die Erde. Sind die oberen Zentimeter trocken, ist Gießzeit. Fühlt sich die Erde noch feucht an, wartest du lieber noch ein paar Tage.
Gedüngt wird von März bis September alle 2–4 Wochen mit einem verdünnten Flüssigdünger für Grünpflanzen. Im Winter ruht die Düngung.
Ginseng-Feige umtopfen und schneiden
Umgetopft wird etwa alle 2–3 Jahre im Frühjahr, dabei reicht ein nur wenig größeres Gefäß, da die Ginseng-Feige ein kompaktes Wurzelwachstum bevorzugt. Rückschnitt ist jederzeit möglich, am besten im Frühjahr, denn die Pflanze ist sehr schnittverträglich und nimmt dir das Stutzen nicht übel.
Die Ginseng-Feige im Winter
Als Zimmerpflanze bleibt die Ginseng-Feige das ganze Jahr drinnen. Halte sie dauerhaft bei mindestens 12 °C, im Winter gern etwas kühler bei 15–18 °C, und reduziere dabei die Wassergabe. Ein fester, zugluftfreier Standort ist wichtig, denn Standortwechsel führen leicht zu Blattabwurf.
Ginseng-Feige vermehren
Die Vermehrung gelingt über Stecklinge, die in durchlässigem Substrat bei hoher Luftfeuchtigkeit bewurzeln.
- Steckling schneidenSchneide einen gesunden, nicht zu jungen Trieb ab.
- Bewurzeln lassenSetze ihn in feuchtes, durchlässiges Substrat an einen hellen, warmen Platz.
- Geduld habenHalte die Luftfeuchtigkeit hoch, bis sich Wurzeln gebildet haben.
Die im Handel typischen, dicken Luftwurzeln entstehen meist durch gezielte Anzucht bzw. Veredelung und lassen sich zu Hause nicht einfach nachbilden.
Häufige Probleme und was hilft
Blattabwurf
UrsacheHäufig durch Standortwechsel, Zugluft, zu niedrige Temperaturen oder zu wenig Licht ausgelöst.
Das hilftFesten, hellen Standort ohne Zugluft wählen, Temperatur über 15 °C halten und den Gießrhythmus prüfen.
Braune Blattspitzen oder -ränder
UrsacheMeist Folge von zu trockener Raumluft, Staunässe oder Düngerüberschuss.
Das hilftLuftfeuchtigkeit leicht erhöhen, Gießverhalten anpassen und Düngegaben reduzieren.
Wurzelfäule
UrsacheDauerhafte Staunässe im Topf durch zu häufiges Gießen oder fehlenden Wasserabzug.
Das hilftNur gießen, wenn die oberste Erdschicht angetrocknet ist, und auf durchlässiges Substrat mit Drainage achten.
Pflegekalender
Ist die Ginseng-Feige giftig?
Ja¹. Die Ginseng-Feige gilt als giftig für Katzen und Hunde, für Menschen als leicht giftig. Giftig sind alle Pflanzenteile, insbesondere der milchige Pflanzensaft. Er enthält unter anderem Ficin und Furocumarine, die bei Kontakt Haut- und Schleimhautreizungen verursachen können. Bei Katzen oder Hunden treten nach dem Verzehr typischerweise Reizungen im Maul, verstärkter Speichelfluss, Erbrechen und Durchfall auf.
- Katzengiftig¹
- Hundegiftig¹
- Menschenleicht giftig¹
Stell die Pflanze deshalb außer Reichweite von Kindern und Tieren, die gern an Blättern knabbern.
Schon gewusst?
- Ficus microcarpa trägt im Englischen Namen wie „Chinese banyan“ oder „curtain fig“ und zählt zur Familie der Maulbeergewächse (Moraceae).
- Am natürlichen Standort kann die Art zu einem großen Baum heranwachsen; die im Handel üblichen kompakten Bonsai-Formen entstehen durch gezielte Kultivierung und Veredelung.
- Die charakteristischen dicken, knorrigen Wurzeln, die der Pflanze ihren Namen „Ginseng“ geben, werden meist durch spezielle Zuchttechniken geformt.
Häufige Fragen zur Ginseng-Feige
Ist die Ginseng-Feige giftig für Katzen?
Ja, Ficus microcarpa gilt laut ASPCA als giftig für Katzen. Der milchige Pflanzensaft kann bei Kontakt oder Verzehr Reizungen im Maul, Speichelfluss, Erbrechen und Durchfall auslösen. Die Pflanze sollte daher außerhalb der Reichweite von Katzen aufgestellt werden.
Ist die Ginseng-Feige auch für Hunde gefährlich?
Ja, auch für Hunde ist die Pflanze als giftig eingestuft. Beim Kauen oder Fressen von Blättern oder Stängeln kann es zu Magen-Darm-Beschwerden wie Erbrechen und Durchfall kommen. Bei Verdacht auf Verzehr solltest du umgehend eine Tierarztpraxis kontaktieren.
Wie oft muss ich die Ginseng-Feige gießen?
In der Regel reicht es, zu gießen, wenn die oberen 2–3 cm des Substrats angetrocknet sind, im Sommer meist alle 6–8 Tage. Staunässe musst du unbedingt vermeiden, da die Wurzeln sehr empfindlich darauf reagieren.
Warum verliert mein Ficus Ginseng plötzlich Blätter?
Blattabwurf ist meist eine Reaktion auf einen Standortwechsel, Zugluft oder zu niedrige Temperaturen. Ein fester, heller Platz bei mindestens 15 °C ohne Zugluft hilft, die Pflanze zu stabilisieren.
Welche Temperatur verträgt die Ginseng-Feige im Winter?
Die Temperatur sollte dauerhaft nicht unter 12–15 °C fallen, da es sich um eine frostempfindliche, tropische Zimmerpflanze handelt. Ideal sind konstante Temperaturen zwischen 15 und 22 °C.
Woher stammt die Ginseng-Feige ursprünglich?
Ficus microcarpa stammt ursprünglich aus den subtropischen und tropischen Regionen Südostasiens und Australiens. Am natürlichen Standort wächst die Art als großer Baum, während im Handel vor allem kompakte Bonsai-Formen angeboten werden.
Auch interessant
Quellen: botanicaly.com (Giftigkeit für Katzen/Hunde) · plantura.garden (Herkunft, Pflege, Giftigkeit) · hausgarten.net (Mindesttemperatur, Pflege) · bonsaipflege.ch (Idealtemperaturen, Standort)
¹ Alle Angaben zu Eigenschaften, Pflege und Giftigkeit nach bestem Wissen und Gewissen, jedoch ohne Gewähr (Quelle u. a. ASPCA). Leben Kinder oder Haustiere bei dir, informiere dich im Zweifel zusätzlich, z. B. bei deiner Tierarztpraxis.






