Blauregen Pflege & Steckbrief
Wisteria floribunda · Japanische Wisterie, Glyzinie
Der Japanische Blauregen (Wisteria floribunda), auch Japanische Wisterie oder Glyzinie genannt, ist eine kletternde, duftend blühende Gartenpflanze aus Japan und eine der eindrucksvollsten winterharten Pflanzen. Er mag volle Sonne bis Halbschatten, braucht vor allem in den ersten Standjahren regelmäßiges Gießen und übersteht im Beet Temperaturen bis etwa −20 °C. An einer stabilen Rankhilfe wird er 6–10 m hoch und bildet von Mai bis Juni seine typischen, duftenden Blütentrauben.
„Ich wind mich rechtsdrehend um jede Rankhilfe, die ich finde. Gib mir Sonne, festen Halt und schneide mich im Sommer und Winter, dann dank ich's dir mit Blüten.“Dein Japanischer Blauregen
Pflege auf einen Blick
- LichtVolle Sonne bis Halbschatten
- GießenMittel, besonders in den ersten Standjahren
- PflegeMittel
- WinterhärteIm Beet bis ca. −20 °C
- BlüteMai bis Juni, duftend
- HaustiereGiftig für Katzen und Hunde¹
Japanischer-Blauregen-Steckbrief
- Weitere Namen
- Japanische Wisterie, Glyzinie, Fuji (jap.)
- Herkunft
- Japan
- Wuchs
- Kletternd, rankend
- Endhöhe
- 6–10 m, unter günstigen Bedingungen an Pergolen und Spalieren auch höher
- Winterhärte
- Winterhart bis ca. −20 °C (Zone 6b)
- Boden
- Nährstoffreich, durchlässig, frisch bis feucht, schwach sauer bis neutral
- Blütezeit
- Mai bis Juni
- Pflanzzeit
- März bis April und September bis Oktober
- Lebensdauer
- Mehrjährig
- Giftigkeit
- Giftig für Katzen, Hunde und Menschen¹
An einer stabilen Pergola wächst er dir weit über den Kopf hinaus.
So kommt sie bei uns an

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Blauregen-Arten im Überblick
Im Handel findest du vor allem zwei Blauregen-Arten. Der Japanische Blauregen gilt als die winterhärteste Art, der Chinesische Blauregen wächst ähnlich kräftig, blüht aber etwas früher.
| Art | Höhe | Blüte/Wuchs | Winterhärte/Licht |
|---|---|---|---|
| Japanischer Blauregen (W. floribunda) | 6–10 m | Mai bis Juni, kletternd/rankend | winterhart, volle Sonne bis Halbschatten |
| Chinesischer Blauregen (W. sinensis) | 6–10 m im Garten, in der Natur bis über 20 m | April bis Mai, kletternd/rankend | winterhart, volle Sonne bis Halbschatten |
Der richtige Standort für Japanischen Blauregen
In Japan klettert der Blauregen an Bäumen und Felsen in die Höhe und sucht dabei viel Licht. Im Garten passt deshalb ein sonniger bis halbschattiger, warmer und möglichst windgeschützter Platz, idealerweise an einer stabilen Rankhilfe, Pergola oder Hauswand mit Süd- oder Westausrichtung.
- Volle Sonne (passt)
- Hell
- Halbschatten (passt)
- Schatten
Der Boden sollte nährstoffreich, durchlässig und frisch bis feucht sein, idealerweise schwach sauer bis neutral mit einem pH-Wert von 5–7. Auf kalkhaltigen Böden reagiert er oft mit gelben Blättern. Gepflanzt wird von März bis April oder von September bis Oktober, immer direkt mit einer ausreichend dimensionierten Rankhilfe.
Japanischen Blauregen gießen und düngen
Gieß deinen Blauregen regelmäßig, besonders in den ersten Standjahren und bei sommerlicher Trockenheit. Ausgewachsene Pflanzen vertragen kurze Trockenperioden, reagieren aber empfindlich auf dauerhafte Staunässe.
Gedüngt wird im Frühjahr, im März oder April, mit einem kaliumbetonten Dünger. Im Hochsommer solltest du keinen stickstoffbetonten Dünger mehr geben, sonst wächst mehr Blatt- statt Blütenmasse.
Japanischen Blauregen schneiden
Geschnitten wird zweimal im Jahr: im Juli oder August kürzt du die langen Sommertriebe auf 2–3 Knospen ein, im Januar oder Februar folgt ein Formschnitt, der den Blütenansatz fördert.
Konsequent schneidenOhne den doppelten Jahresschnitt wächst der Blauregen schnell über seine Rankhilfe hinaus und blüht oft weniger. Plane deshalb von Anfang an eine stabile, großzügig dimensionierte Kletterhilfe ein.
Japanischen Blauregen überwintern
Ab Zone 6b ist der Japanische Blauregen im Freiland winterhart bis etwa −20 °C und benötigt bei etablierten Pflanzen keinen zusätzlichen Winterschutz. Junge Pflanzen in den ersten Jahren und Kübelpflanzen solltest du bei Spätfrösten mit Vlies oder Reisig schützen.
| Standort | Frost | Das braucht er |
|---|---|---|
| Im Beet, etabliert | bis ca. −20 °C | In der Regel keinen Schutz |
| Jungpflanze/Kübel | spätfrostgefährdet | Vlies oder Reisig bei Spätfrösten |
Japanischen Blauregen vermehren
Die Vermehrung gelingt über Absenker, Stecklinge oder Veredelung. Die Kurzfassung für Absenker:
- Trieb auswählenNimm einen langen, biegsamen Trieb nahe am Boden.
- EingrabenLege eine Stelle des Triebs in die Erde und beschwere sie leicht.
- Bewurzeln lassenNach einigen Monaten bildet sich dort ein eigenes Wurzelwerk, dann trennst du den Ableger ab.
Aussaat ist ebenfalls möglich, liefert aber meist spät oder gar nicht blühende Sämlinge und erhält die Sortenmerkmale nicht. Veredelte Pflanzen aus dem Fachhandel blühen deutlich zuverlässiger.
Häufige Probleme und was hilft
Keine oder sehr späte Blüte
UrsacheZu junge Pflanze aus Samen, zu viel Stickstoffdünger, zu starker Rückschnitt oder ein zu schattiger Standort.
Das hilftSonnigen, warmen Standort wählen, auf kaliumbetonte Düngung umstellen und den Sommer- und Winterschnitt konsequent durchführen; veredelte Pflanzen statt Sämlinge wählen.
Gelbe Blätter mit grünen Blattadern
UrsacheZu kalkhaltiger Boden, der die Eisenaufnahme erschwert (Chlorose).
Das hilftBoden ansäuern, Eisendünger geben und bei Neupflanzung sauren bis neutralen Boden verwenden.
Starker Wuchs überwuchert die Rankhilfe
UrsacheNatürlich sehr kräftiges, schnelles Wachstum der Art.
Das hilftStabile, großzügig dimensionierte Rankhilfe einplanen und zweimal jährlich konsequent zurückschneiden.
Pflegekalender
Ist Japanischer Blauregen giftig?
Ja¹. Laut ASPCA gilt Japanischer Blauregen als giftig für Katzen, Hunde und Pferde, und auch für Menschen wird er als giftig eingestuft. Alle Pflanzenteile enthalten die Giftstoffe Lectin und Wisterin-Glykosid, die höchste Konzentration findet sich in Samen und Hülsen. Mögliche Folgen sind Übelkeit, Erbrechen (teils mit Blut), Durchfall, Bauchschmerzen und Mattigkeit; bei größeren Mengen, insbesondere Samen, sind schwerere Vergiftungserscheinungen möglich.
- Katzengiftig¹
- Hundegiftig¹
- Menschengiftig¹
Vor allem Samen und Hülsen solltest du außer Reichweite von Kindern und Haustieren aufbewahren, da hier die höchste Konzentration der Giftstoffe vorliegt.
Schon gewusst?
- Wisteria floribunda ist eine in Japan heimische Kletterpflanze aus der Familie der Hülsenfrüchtler (Fabaceae).
- Von allen Blauregen-Arten gilt Wisteria floribunda als die winterhärteste und verträgt Temperaturen bis etwa −17 bis −20 °C.
- Die Triebe winden sich rechtsdrehend im Uhrzeigersinn um ihre Rankhilfe, im Unterschied zum linksdrehenden Chinesischen Blauregen.
Häufige Fragen zu Japanischem Blauregen
Ist Japanischer Blauregen giftig für Katzen?
Ja. Alle Pflanzenteile enthalten Lectin und Wisterin-Glykosid, besonders Samen und Hülsen.¹ Das kann Erbrechen, Durchfall und Mattigkeit auslösen – halte deine Katze fern.
Wie oft muss Japanischer Blauregen gegossen werden?
Regelmäßig, besonders in den ersten Jahren nach der Pflanzung und während sommerlicher Trockenperioden, da die Pflanze einen hohen Wasserbedarf hat. Staunässe sollte dabei vermieden werden. Ältere, gut eingewachsene Pflanzen kommen kurzzeitig auch mit weniger Wasser aus.
Wie groß wird ein Japanischer Blauregen?
Je nach Standort, Schnitt und Rankhilfe erreicht er Wuchshöhen von etwa 6 bis 10 Metern, in Einzelfällen auch darüber. Er benötigt daher eine stabile, großzügig dimensionierte Kletterhilfe.
Ist Japanischer Blauregen winterhart?
Ja, bis etwa −20 °C (Zone 6b). Junge Pflanzen solltest du in den ersten Jahren vor Spätfrösten schützen, etablierte Exemplare brauchen im Freiland keinen zusätzlichen Winterschutz.
Warum blüht mein Blauregen nicht?
Meist wegen eines zu jungen Sämlings, eines schattigen Standorts, zu viel Stickstoff oder falschem Schnitt. Ein sonniger Standort plus der empfohlene Sommer- und Winterschnitt fördern die Blütenbildung.
Welche Erde und welcher Standort passen zum Blauregen?
Japanischer Blauregen bevorzugt einen sonnigen, warmen und windgeschützten Standort mit nährstoffreichem, durchlässigem Boden, der leicht sauer bis neutral ist. Auf stark kalkhaltigen Böden kann es zu Eisenchlorose mit gelben Blättern kommen.
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- Lavendel Pflege · winterharte Gartenpflanze mit ähnlichen Standortansprüchen
Quellen: ASPCA (Giftigkeit für Hunde, Katzen, Pferde) · isitpoisonous.com (Giftigkeit für Menschen, Wirkmechanismus) · Botanischer Garten Höxter (Winterhärtezone, Standort, Herkunft)
¹ Alle Angaben zu Eigenschaften, Pflege und Giftigkeit nach bestem Wissen und Gewissen, jedoch ohne Gewähr (Quelle u. a. ASPCA). Leben Kinder oder Haustiere bei dir, informiere dich im Zweifel zusätzlich, z. B. bei deiner Tierarztpraxis.






